Aufbruch in eine neue Zeit
20.10.2026

Jan-Peter Diercks, Vorstand Vertrieb & Marketing bei der LKH / Fotos: © Julien Jones
finanzwelt: Bleiben wir beim Vertrieb. Die LKH setzt vertrieblich auf den B2B-Markt. Sie sprachen in diesem Zusammenhang von „einer Art Wettbewerbsgarantie“. Wie meinen Sie das?
Diercks: Ich bin der festen Überzeugung, dass, wenn man mit Maklern und freien Vermittlern zusammenarbeitet, ein direktes Feedback folgt. Die Zusammenarbeit macht nur Sinn und Spaß, wenn beide Seiten voneinander profitieren und zufrieden mit der Leistung sind – vom Servicelevel bis hin zur Produktqualität. Im B2B-Markt ist niemand gezwungen, unsere Produkte zu verkaufen. Die Freiwilligkeit und das direkte Zurückspiegeln ist ein entscheidendes Signal für Erfolg oder Misserfolg. Genau das verstehe ich als Wettbewerbsgarantie.
finanzwelt: Das führt uns zur Frage, was heutzutage einen attraktiven Krankenversicherer ausmacht?
Diercks: Die Krankenversicherer müssen ihre Hausaufgaben mit hoher Zufriedenheit der Vermittler und Vermittlerinnen sowie der Kunden und Kundinnen erledigen. Es geht darum, die Basics zu erfüllen: erreichbar sein, den Kunden und Kundinnen guten Service und schnelle Reaktionsgeschwindigkeiten bieten und einen kompetenten Ansprechpartner zu haben, wenn es um Produktdetails geht. Das ist die ureigene Aufgabe. So erwarten Versicherte beispielsweise heutzutage, dass sie nahtlos zwischen Website, EMail, Telefon und persönlicher Beratung wechseln können – ohne Brüche im Informationsfluss oder Bearbeitungsstand. Wenn wir das schaffen, zeigt sich der wirtschaftliche Erfolg zeitnah.
finanzwelt: Digitalisierung hat in vielen Branchen Einzug gehalten. Wie wichtig sind digitale Prozesse in Ihrer Wahrnehmung?
Diercks: Die Digitalisierung im Versicherungssektor schreitet stetig voran. Viele interne Abläufe laufen mittlerweile vollmaschinell ab – gerade dort, wo Abläufe relativ standardisiert sind. Insofern sind effiziente digitale Prozesse heutzutage unverzichtbar. Das gilt sowohl für Anbieter als auch für Vermittler und Vermittlerinnen im Kontext der Kundennähe.
finanzwelt: Lassen Sie uns auf die Produktwelt der LKH zu sprechen kommen. In der Krankenvollversicherung haben Sie die Produktlinie GesundheitsUpgrade eingeführt mit einer Premium- und einer Komfort-Variante. Beide wurden mehrfach ausgezeichnet. Worin liegen die zentralen Vorteile Ihrer privaten Krankenversicherung?
Diercks: Wir sind der vollen Überzeugung, dass die Produktauswahl mit einem exzellenten Leistungsversprechen einhergehen sollte, das wiederum an einen entsprechenden Preis geknüpft ist. Anders gesagt: eher mehr statt weniger Leistung und das zu einem fairen Preis. Unser Flaggschiff, LKH-GesundheitsUpgrade Premium (GUP), zählt laut Franke und Bornberg zu den leistungsstärksten Premium-Tarifen am Markt. Sowohl bei den ambulanten als auch bei den stationären Leistungen erhalten Kunden und Kundinnen das Höchstmaß an Versorgungsleistung. Zudem gibt es 100 % in allen Zahnleistungen. Das ist wirklich Premium. Etwas geringfügiger ist das Leistungsversprechen beim LKH-Gesundheits- Upgrade Komfort (GUK), der in seiner Kategorie ebenfalls die bestmögliche Bewertung von Franke und Bornberg bekommen hat. On top erhalten Versicherte mit unserer erfolgsabhängigen Beitragsrückerstattung Geld zurück, wenn Sie in einem Versicherungsjahr keine Rechnungen einreichen. Zudem gibt es den tariflich garantierten LKH-Gesundheitsbonus bei Leistungsfreiheit.
finanzwelt: Ein nächster Themenaspekt betrifft Zusatzversicherungen. Die Zahl der Zusatzversicherten steigt stetig. Ob für Zähne, Krankenhaus oder Pflege: Viele sichern sich über die normalen Leistungen der Kranken- oder Pflegeversicherung hinaus mit Zusatzversicherungen ab. Wie sehen Sie den Markt?
Diercks: Wir sehen weiterhin viel Potenzial im Markt für Zusatzversicherungen. Die Kosten für gesundheitliche Vorsorge, medizinische Diagnostik und Behandlung sind deutlich gestiegen. Um die Einnahmen der Krankenkassen und eine ausreichende medizinische Versorgung im Gleichgewicht zu halten, wurden während der vergangenen Jahre viele Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen erheblich beschnitten oder ganz aus dem Leistungskatalog gestrichen. Diese Lücken decken Zusatzkrankenversicherungen ab. Wir verzeichnen hier ein besonders starkes Neugeschäft.
finanzwelt: Neue Teilmärkte zu erschließen ist wichtig. Zum 01.07.2026 startete der LKH-BeihilfeUpgrade. Was hat es damit auf sich? Welche vertrieblichen Chancen sehen Sie im Beihilfemarkt?
Diercks: Der Beamtenmarkt ist insgesamt sehr attraktiv. So ist die Zahl der Beamten und Beamtinnen in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren angestiegen. Sei es in einem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis als Arbeitnehmer beziehungsweise Arbeitnehmerin oder im öffentlichen Dienst. Die LKH möchte langfristig eine relevante Rolle im Beamtenmarkt spielen und auch dort als verlässlicher Partner ein klares, attraktives Leistungsversprechen abgeben. Die zentrale Frage war, ob wir bei den bestehenden Produkten ansetzen oder mit einem neuen Angebot an den Markt gehen. Nach intensiven Diskussionen, Analysen und insbesondere dem Austausch mit Vermittlern und Vermittlerinnen haben wir uns für die zweite Variante entschieden. LKH-BeihilfeUpgrade verbindet eine starke Grundabsicherung mit flexibel kombinierbaren Ergänzungen. Für eine noch höhere Kostenerstattung und für umfangreichere Leistungen stehen die Ergänzungstarife Komfort oder Premium zur Verfügung. Für eine bessere Behandlung und Unterbringung im Krankenhaus können ergänzend LKH-BeihilfeUpgrade Klinik beziehungsweise LKH-BeihilfeUpgrade Klinik Top abgeschlossen werden. LKH-typisch werden auch unsere Beihilfe-Versicherten belohnt, wenn sie in einem Kalenderjahr keine Leistungen in Anspruch nehmen – mit Beitragsrückerstattung und Gesundheitsbonus. Dass wir mit unserem Produktansatz und dem Leistungsversprechen richtig liegen, zeigt sich daran, dass LKH-BeihilfeUpgrade wenige Wochen nach Marktstart bereits ausgezeichnet wurde.
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