Aufbruch in eine neue Zeit

20.10.2026

Jan-Peter Diercks, Vorstand Vertrieb & Marketing bei der LKH / Fotos: © Julien Jones

finanzwelt: Kommen wir auf die die betriebliche Krankenversicherung (bKV) zu sprechen. Auch in diesem Segment sind Sie aktiv. Inwiefern ist die bKV prinzipiell ein zentraler Baustein im strategischen und operativen Personalmanagement?

Diercks: Mitarbeiterbindung und betriebliche Gesundheit sind zentrale Themen im Personalmanagement. Aspekte wie Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden und insbesondere die Reduktion krankheitsbedingter Fehlzeiten spielen eine wichtige Rolle. Hier sehen wir Andockstellen für attraktive Produkte und intelligente Vertriebsaktivitäten der bKV, die als Personalinstrument im Kontext von Recruiting- und Bindungsstrategien der Unternehmen ebenso wie als präventionsorientierter Baustein im Gesundheitsmanagement dienen. Für Vermittler und Vermittlerinnen bietet sich die Chance, sich damit bei den Arbeitgebenden zu positionieren. Und Kunden und Kundinnen erhalten Produkte, die ähnlich wie eine Zusatzversicherung die Lücken schließen, wo sie ansonsten in ihr eigenes Portemonnaie greifen müssten. Eine Win-Win-Situation. Es stimmt positiv, dass viele Unternehmen mittlerweile interessiert sind, sich tiefergehend mit der bKV auseinanderzusetzen. Die positive und emotionale Wirkung einer betrieblichen Krankenversicherung ist unbestritten. Mit unserem Tarif LKH-TeamUpgrade Complete sind wir glänzend positioniert. Auch hier wurden wir für das umfassende Leistungsportfolio ausgezeichnet.

finanzwelt: Deutschland ist geprägt vom dualen System der Krankenversicherung. Wie sehen Sie generell die Chancen als privater Krankenversicherer?

Diercks: Die Transformation des Gesundheitssystems ist allgegenwärtig. Angesichts immer wieder aufflackernder Reformdebatten und steigender Kosten wächst bei vielen Bürgern und Bürgerinnen die Sorge über die langfristige Absicherung im Krankheitsfall. Denn mit einer Erkrankung gehen je nach Schwere erhebliche Kosten einher. Mit ganzheitlichen und auf die Bedürfnisse der Versicherten abgestimmten Versorgungs- und Serviceangeboten bieten private Krankenversicherer die Möglichkeit, die sich auftuende Lücke zu schließen. Das duale System wird Bestand haben. Für uns als LKH gilt, sich im Wettbewerb zu behaupten und mit Service, Produkten und Leistungen zu überzeugen – sowohl bei den Vermittlern und Vermittlerinnen als auch bei den Kunden und Kundinnen. Und hier sind wir seit Beginn des Transformationsprozesses 2022 auf einem mehr als guten Weg.

finanzwelt: Das ist eine gute Überleitung zur Abschlussfrage – wie wird der „Aufbruch in die neue Zeit“ im Unternehmen aufgenommen?

Diercks: Wichtig war und ist, den Veränderungsprozess transparent zu machen, die Mitarbeitenden aktiv einzubinden, beispielsweise über regelmäßige Updates und Workshops, und sie dort wo nötig gezielt für neue Aufgaben und Anforderungen zu qualifizieren. Unseren Mitarbeitenden kann ich gar nicht oft genug Danke sagen. Eine solch tiefgreifende Transformation ist ein riesiger Kraftakt. Die Ziele, die wir als LKH verfolgen, wären mit dem Mindset ‚Dienst nach Vorschrift‘ nicht zu erreichen. Für ihre Offenheit, die Veränderungen mitzutragen und auch mitzugestalten, zolle ich allen Kollegen und Kolleginnen meinen Respekt. Hier sprechen das Erreichte und die messbaren vertrieblichen Erfolge für sich – oder besser gesagt für den Einsatz und die Leistung der gesamten Belegschaft. (ah)