Ausbildungsumfrage der Versicherungswirtschaft 2026:
05.08.2026

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Von der täglichen Kommunikation bis zur konkreten Lernsituation: Ausbilder brauchen ein breites Spektrum digitaler Kompetenzen, um zeitgemäß auszubilden. Deshalb stehen sie im Mittelpunkt der gemeinsam vom Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) und dem Berufsbildungswerk der deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) durchgeführte Ausbildungserhebung 2026. Darüber hinaus erfasst die Umfrage die wichtigsten Kennzahlen zur Ausbildung in der Versicherungsbranche sowie das Thema mentale Gesundheit.
Vor dem beruflichen Einstieg in die Versicherungswelt steht der Bewerbungs- und Auswahlprozess: Hier zeigen sich in der Versicherungsbranche ebenso wie in anderen Branchen anhaltende Passungsprobleme und Besetzungsschwierigkeiten. Dennoch konnte nahezu die Hälfte aller Unternehmen (48 Prozent der Befragten) alle Ausbildungsplätze und Stellen für Dual Studierende besetzen. In den Unternehmen, in denen dies nicht gelang, blieben lediglich einer von zehn Ausbildungsplätzen und 1,5 von zehn Plätzen für Dual Studierende unbesetzt.
Erfolgreiche Azubis mit besten Aussichten: 96 Prozent der Auszubildenden haben die Abschlussprüfungen im Prüfungsturnus 2025 erfolgreich absolviert. Rund zwei Drittel der übernommenen Azubis werden unbefristet weiterbeschäftigt (50 Prozent im Innendienst, 15 Prozent im angestellten Außendienst).
Stärkere Fokussierung auf die Digitalisierung der Branche und die Vermittlung digitaler Kompetenzen waren neben anderen Treiber für die Neuordnung der Ausbildung der Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen. Damit dies gelingt, stellen Unternehmen ihren Ausbilder ein breites Spektrum an Möglichkeiten zur Stärkung und Vertiefung der eigenen digitalen Kompetenzen zur Verfügung (z. B. Austausch in Fachnetzwerken, Tutorials, interne Schulungen). Ob in der Vorbereitung und Begleitung von Lernsituationen oder in der Planung, Organisation und Dokumentation von Ausbildungsprozessen – der Einsatz digitaler Tools führt zu Effizienzsteigerung und Zeitersparnis, Erweiterung der didaktischen Möglichkeiten und letztlich zu einer Erhöhung der Motivation bei den Auszubildenden, gaben die Befragten mehrheitlich an.
Für Auszubildende ist mentale Gesundheit wichtig, um die Lern- und Leistungsanforderungen zu erfüllen und sich beruflich weiterentwickeln zu können. Unternehmen messen dem ebenfalls eine hohe Bedeutung bei: Für rund drei Viertel der befragten Unternehmen (76 Prozent) ist die mentale Gesundheit ihrer Azubis von hoher Bedeutung. Nahezu ebenso hoch (74 Prozent) ist der Anteil der Unternehmen, die entsprechende Maßnahmen zur Stärkung der mentalen Gesundheit anbieten, vornehmlich im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements, weitere 14 Prozent planen, dies zu tun. In der Mehrzahl der Unternehmen (59 Prozent) gibt es zudem Angebote für Ausbilder, um für diesen Themenkomplex zu sensibilisieren bzw. zu qualifizieren – etwa durch Informationen zu internen Anlaufstellen (87 Prozent der Angaben) oder durch Weiterbildungen (79 Prozent der Angaben).
Die gemeinsam von AGV und BWV durchgeführte Ausbildungserhebung 2026 mit 61 beteiligten Unternehmen bzw. Unternehmensgruppen verdeutlicht mit diesen und weiteren Ergebnissen einmal mehr die hohe Relevanz, Qualität und Aktualität der Ausbildung der Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen bzw. des Dualen Studiums in der Versicherungswirtschaft. (mho)

R+V setzt ertragsorientierten Wachstumskurs fort





