Berufsstart für 400.000 Azubis: Diese Versicherungen werden jetzt wichtig

11.08.2026

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Zum 1. August hat das neue Ausbildungsjahr bundesweit begonnen: Rund 400.000 junge Menschen haben sich laut Bundesagentur für Arbeit seit Oktober 2025 für eine Ausbildungsstelle gemeldet. Wer jetzt startet, hat viel zu regeln – dabei gerät der Versicherungsschutz leicht in Vergessenheit. „Der Ausbildungsbeginn ist ein guter Anlass, den eigenen Versicherungsschutz einmal grundsätzlich zu ordnen. Dafür sind nur wenige, aber entscheidende Verträge nötig. Am wichtigsten sind für Azubis die Privathaftpflichtversicherung und die Absicherung der Arbeitskraft durch eine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung", sagt BdV-Vorständin Bianca Boss.

Um die Krankenversicherung müssen sich Auszubildende ohnehin kümmern. Da Auszubildende in einer betrieblichen Ausbildung grundsätzlich sozialversicherungspflichtig sind, müssen sie mit Beginn des Ausbildungsverhältnisses Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse werden.  „Für den Nachweis bleibt Auszubildenden zwei Wochen Zeit. Legen sie den Nachweis nicht vor, meldet der Ausbildungsbetrieb sie meist bei der Kasse an, über die zuvor die Familienversicherung lief“, sagt Boss.

Für Auszubildende gilt die private Haftpflichtversicherung als wichtigste freiwillige Absicherung. Sie deckt die finanziellen Folgen ab, wenn man einem anderen schuldhaft einen Schaden zufügt – begleicht also berechtigte Ansprüche und weist unberechtigte zurück. Viele Auszubildende sind bis zum 25. Lebensjahr noch über den Vertrag der Eltern mitversichert, vorausgesetzt, dort besteht ein Familientarif. Bevor man selbst einen Vertrag abschließt, sollte man deshalb prüfen, ob und wie lange dieser Schutz noch greift.

Ebenso wichtig ist es, die eigene Arbeitskraft abzusichern. In den ersten fünf Berufsjahren zahlt die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nämlich nur im Falle eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit. Selbst später fällt sie oft zu gering aus, um den gewohnten Lebensstandard zu sichern. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung leistet dagegen eine vereinbarte Rente, sobald der zuletzt – wie in gesunden Tagen - ausgeübte Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausgeübt werden kann. Die Höhe der Versicherungsprämie hängt neben der Berufsgruppe vor allem vom Alter und vom Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ab. Wer die Versicherung bereits in jungen Jahren und bei guter Gesundheit abschließt, hat häufig bessere Chancen auf günstige Beiträge sowie einen umfassenden Versicherungsschutz ohne Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse.

„Deshalb lohnt es sich, das Thema früh anzugehen – am besten mit unabhängiger Beratung, denn im Detail der Verträge entscheidet sich, wie gut der Schutz am Ende wirklich ist." (mho)

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