Einigung von ERGO und ver.di

18.02.2026

V.r.n.l.: Dr. Oliver Willmes, VV ERGO Deutschland AG, Dr. Lena Lindemann, ERGO-Arbeitsdirektorin, Deniz Kuyubasi, ver.di Verhandlungsführerin, Martina Grundler, Bundesfachgruppenleiterin Versicherungen ver.di. Foto: © ERGO Group

Vertreter der Unternehmensleitung von ERGO und der Gewerkschaft ver.di haben am 18. Februar 2026 einen umfassenden Sozialen Ordnungsrahmen unterzeichnet, der den seit 2021 gültigen Ordnungsrahmen ablöst und bis Ende 2030 gilt. In diesem Rahmen sind betriebsbedingte Beendigungskündigungen ausgeschlossen.

Wie die vorherigen Regelungen beinhaltet auch die neue Vereinbarung insbesondere einen Verzicht auf betriebsbedingte Beendigungskündigungen, einen weitreichenden Schutz der Standorte sowie ein klares Bekenntnis zu Ausbildung und Qualifizierung der Belegschaft.

Im Rahmen ihres neuen Strategieprogramms bis 2030 verfolgt ERGO das Ziel, ihr internationales Profil deutlich zu stärken, sich als maßgeblich technologiegetriebenes Unternehmen aufzustellen und somit zu einem der international profitabelsten Erstversicherer zu werden. Neben der fortgesetzten Stärkung des Kerngeschäfts werden der systematische Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Organisation dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Für ERGO ist der Erfolg der bisherigen Strategieprogramme auch eng mit der Sozialpartnerschaft zu ver.di verknüpft. Darauf aufbauend haben die beiden Parteien nun anlässlich des dritten ERGO Strategieprogramms einen weiteren Sozialen Ordnungsrahmen vereinbart, um die damit einhergehenden Veränderungen in Deutschland bestmöglich zu unterstützen und die Interessen der Belegschaft nachhaltig zu schützen. Parallel hat der Konzernbetriebsrat diesem bereits zugestimmt.

„Mit unserem dritten Strategieprogramm verfolgen wir erneut ambitionierte Ziele. Dafür bedarf es sowohl Investitionen in neue Technologien und Wachstum als auch Sicherheit, Transparenz und Entwicklungsmöglichkeiten für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagt Dr. Oliver Willmes, Vorstandsvorsitzender der ERGO Deutschland AG.

Dr. Lena Lindemann, Arbeitsdirektorin und Mitglied des Vorstands der ERGO Group AG, ergänzt: „Gemeinsam mit ver.di und dem Konzernbetriebsrat schaffen wir die Grundlage für eine erfolgreiche, zukunftsorientierte Transformation und gehen auch weiterhin einen verantwortungsbewussten Weg, der von hohen sozialen Standards geprägt ist.“

„Es ist uns in konstruktiven Verhandlungen gelungen, soziale Leitplanken in einem neuen Tarifvertrag zu vereinbaren. Damit schaffen wir in Zeiten der Transformation Sicherheit, Transparenz und verlässliche Perspektiven für die Beschäftigten. Ein solcher Vertrag kann zur Vorlage für weitere Unternehmen der prosperierenden Finanzdienstleistungsbranche werden, die alle vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Klar ist: Wer Investitionen und Wachstum ankündigt, muss auch soziale Verantwortung zeigen. Die im neuen Tarifvertrag vereinbarten hohen sozialen Standards sind dafür die Grundlage. ver.di wird die Umsetzung dieser Vereinbarungen konstruktiv und aufmerksam begleiten“, sagt Deniz Kuyubasi, ver.di Verhandlungsführerin.

Im Rahmen des neuen Sozialen Ordnungsrahmens sind betriebsbedingte Beendigungskündigungen ausgeschlossen. ERGO gewährleistet damit auch in Zukunft Stabilität und Beschäftigungssicherheit in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten.

Gleichzeitig verpflichtet sich das Unternehmen zu einem weitreichenden Standortschutz für die sieben Verwaltungsstandorte des Unternehmens in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln, Mannheim, München und Nürnberg sowie auch für die Regionaldirektionen der Ausschließlichkeitsorganisation.

Mit ganzheitlichen Qualifizierungs- und Umschulungsmaßnahmen – insbesondere durch den Aufbau einer eigenen ERGO Reskilling Academy – wird ERGO ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für neue Aufgabenfelder innerhalb der Gruppe befähigen und auch digitale, sprachliche und interkulturelle Kompetenzen konsequent stärken. Zusätzlich bleibt die Ausbildung an allen Verwaltungsstandorten sowie im Vertrieb zentraler Bestandteil der Personalstrategie. (mho)

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