Früher: Aktien, Chancen und Erträge. Heute: Vermögen in Gefahr!

14.07.2026

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Nikolai Schwinghammer berät seit über drei Jahrzehnten Menschen mit substanziellen Vermögen. Unternehmer, Erben, Institutionen. Wer täglich mit dieser Klientel spricht, bekommt ein ziemlich ungefiltertes Bild davon, wie es um das Vertrauen in die eigene finanzielle Lage bestellt ist. Und dieses Bild hat sich in den letzten Jahren merklich gewandelt.

Was früher ein eher ruhiges Metier war, in dem Anpassungen am Portfolio gemächlich und planvoll vorgenommen wurden, hat heute einen anderen Rhythmus. Die Taktung der Gespräche ist kürzer geworden. Die Fragen sind grundsätzlicher. Und die Menschen, die sie stellen, sind nicht die, bei denen man es erwarten würde.

Die Anfragen, die bei Schwinghammer eingehen, kommen heute früher. Nicht mehr erst dann, wenn die Börse korrigiert oder ein politisches Ereignis die Schlagzeilen dominiert, sondern dann, wenn ein diffuses Unbehagen entsteht, das sich schwer benennen lässt. Schwinghammer beschreibt das so: „Kunden, die jahrelang routiniert mit ihrem Depot umgegangen sind, kommen jetzt mit Fragen, die sie früher nie gestellt hätten. Manche formulieren es direkt, andere suchen erst im Gespräch nach Worten für das, was sie beschäftigt. Heraus kommt in beiden Fällen dasselbe: eine grundlegende Verunsicherung darüber, ob das, was jahrelang funktioniert hat, auch weiterhin trägt.“

Zwei Fragen, die alles sagen

Was Nikolai Schwinghammer in diesen Gesprächen hört, lässt sich auf zwei Kernthemen verdichten. Erstens: Wie schütze ich das, was ich aufgebaut habe, vor Kaufkraftverlust? Das ist die klassische Frage, die seit den Inflationsjahren ab 2021 spürbar lauter geworden ist. Viele Vermögende hatten das Thema Inflation jahrzehntelang nicht wirklich auf dem Radar. Die Niedrigzinsphase hatte dafür gesorgt, dass die eigentliche Frage nach der Kaufkraft eines Vermögens in den Hintergrund rückte. Seit 2022 ist sie wieder da, und zwar mit einer Intensität, die viele kalt erwischt hat.

Die zweite Frage ist die aufschlussreichere: Was passiert mit meinem Vermögen, wenn das System, auf das ich mich verlasse, ernsthaft ins Wanken gerät? Diese Frage zeigt, wo die Stimmung wirklich steht. Es geht vielen Kunden nicht mehr primär um Rendite. Ein wachsender Teil der Klientel beschäftigt sich ernsthaft mit systemischen Risiken, mit Szenarien also, die vor zehn Jahren allenfalls in Nischenzirkeln diskutiert wurden und heute ganz selbstverständlich in regulären Beratungsgesprächen auftauchen.

Was Schwinghammer dabei auffällt: „Diese Anfragen kommen längst nicht mehr nur von klassisch defensiv denkenden Anlegern oder von Menschen, die schon immer skeptisch gegenüber dem Finanzsystem waren. Auch Unternehmer, die ihr Leben lang reinvestiert und Vermögen aufgebaut statt verwaltet haben, fragen jetzt nach Schutzkonzepten. Gerade diese Gruppe ist interessant, weil sie erfahren genug ist, um wirtschaftliche Zyklen einzuordnen, und trotzdem das Gespräch sucht. Das hat einen Grund.“

Warum Schwinghammers Urteil zählt

Um zu verstehen, warum Nikolai Schwinghammers Einschätzungen in diesen Gesprächen Gewicht haben, lohnt ein genauerer Blick auf seinen beruflichen Weg. Er stammt aus einer Unternehmerfamilie, deren Holzhandel seit 1923 existierte. Unternehmerisches Denken war für ihn kein Seminarinhalt, sondern gelebter Alltag von Kindesbeinen an. Er hat selbst mitgeholfen, er kennt die Verantwortung, die mit einem Familienbetrieb einhergeht, und er hat erfahren, was es bedeutet, schwierige Entscheidungen unter Druck zu treffen.

Diese Herkunft prägt, wie Schwinghammer Beratung versteht. Es geht ihm nicht um abstrakte Portfoliokonstruktionen, sondern um die reale Substanz hinter Zahlen.

Mit 22 Jahren betreute er bei der Kreissparkasse Ludwigsburg bereits Kunden mit Anlagevermögen ab 250.000 D-Mark. Die Kreissparkasse Ludwigsburg gehörte damals zu den 20 größten Sparkassen Deutschlands, mit einer Bilanzsumme von rund 6 Milliarden Mark. Bald verantwortete der talentierte junge Bankkaufmann mit seiner Abteilung ein Anlagevolumen von 48 Millionen D-Mark. Außerdem wurde er das jüngste Mitglied im Vermögensverwaltungsausschuss der Kreissparkasse. Dem Gremium, in dem die Anlageentscheidungen der Großkunden diskutiert und bestimmt wurden. Das war 1993, er war Anfang 20.

Seine scharfe und überzeugende Analytik machte die Runde und sorgte dafür, dass die spezialisierten Investmenthäuser der Region den jungen erfolgreichen Investmentbanker umwarben. 1995 wechselte Nikolai Schwinghammer als Prokurist und Abteilungsleiter des Investmentbankings zur Schwäbischen Bank in Stuttgart, einer Privatbank, die heute zum Bankhaus Warburg gehört. Ihm wurde die Verantwortung für bis zu 500 Millionen D-Mark Wertpapiergeschäft und viele der Premium-Kunden der Privatbank übertragen, wie für das Bistum Rottenburg-Stuttgart, das er in den nachfolgenden Jahren erfolgreich betreute. Mandanten dieser Art tolerieren keine Experimente und vergeben ihr Vertrauen nicht ohne Weiteres. Wer dort Verantwortung trägt, hat bewiesen, dass er mit Vermögen umgehen kann, das keine zweite Chance kennt.

Mit dieser Expertise und allen Möglichkeiten gründete Schwinghammer 2006 die Stuttgarter Vermögensberatung. Seine frühe Erkenntnis, dass in der Zukunft das Thema Vermögensbildung an Bedeutung verlieren, hingegen Themen wie Vermögenserhalt und Vermögensschutz erheblich an Bedeutung gewinnen würden, wurde 2008 bereits durch die Lehman-Krise bestätigt. Während sich die Branche nach der Krise neu sortiert und wieder alten Geschäftsfeldern zuwendet, orientiert sich Nikolai Schwinghammer konsequent in Richtung Rücklagen- und Vermögensschutz – einer Branche, die aus seiner Sicht völlig vernachlässigt wird. Als einer der Pioniere trägt er die überschaubaren verifizierten Informationen, Studien und Fallbeispiele zusammen, analysiert Risiken und Schutzstrategien. Er wird einer der kompetentesten Experten der Branche und referiert öffentlich zur Bedeutung von Vermögensschutzkomponenten lange bevor der sprunghafte Inflationsanstieg das allgemeine Interesse für das Thema weckt.

Heute ist Schwinghammer unter anderem Chefanalyst der Sektion Vermögensschutz und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats beim RüVER Institut und engagiert sich aktiv in der Initiative INRVS für nachhaltigen Rücklagen- und Vermögensschutz.

Was die Nachfrage konkret verrät

Schwinghammer übersetzt das, was er von seinen Kunden hört, nicht in Alarm, sondern in Struktur. Der Auftrag des Beraters sei es, Klarheit in das zu bringen, was sich für den Kunden wie Ungewissheit anfühlt. Genau dafür, betont Nikolai Schwinghammer, brauche man jemanden, der nicht erst seit gestern darüber nachdenkt.

Die Gespräche, die Schwinghammer führt, haben sich inhaltlich verändert. Früher drehte sich vieles um Allokation, um die richtige Mischung aus Aktien, Anleihen, Immobilien. Heute kommen Themen auf den Tisch, die früher eher in das Reich des Theoretischen verbannt wurden: Währungsrisiken, staatliche Eingriffsmöglichkeiten, die Frage nach dem physischen Zugriff auf Werte. Diese Verschiebung ist kein Zufall. Sie spiegelt eine breitere gesellschaftliche Debatte wider, die sich von den Nischen in die Mitte bewegt hat.

Auch bei dem RüVER Institut lässt sich dieser Trend konkret ablesen: Die Zahl der Erstkontakte, die mit einem echten Schutzbedürfnis in die Beratung kommen, hat in den letzten Jahren messbar zugenommen. Menschen suchen nicht mehr nur jemanden, der ihr Geld verwaltet, sondern jemanden, der versteht, worum es wirklich geht und genau dieser jemand ist Nikolai Schwinghammer.