Hackerangriff bei GVV Versicherungen

06.03.2026

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Die GVV Kommunalversicherung und ihre Tochter GVV Direktversicherung sind Anfang Februar Opfer eines Cyberangriffs geworden. Unbekannte verschafften sich Zugriff auf Teile der IT-Systeme und luden personenbezogene Daten aus einer temporären Datenbank herunter. Betroffen sein könnten rund 2.600 Kunden.

Nach Angaben des Unternehmens blieb die zentrale Kundendatenbank mit mehr als 100.000 Datensätzen unangetastet. Die Angreifer hätten lediglich auf zwischengespeicherte Informationen zugegriffen, die über Online-Dienste übermittelt und normalerweise nach der Verarbeitung gelöscht werden. Entwendet wurden laut Berichten unter anderem Kontakt- und Bankdaten. Öffentlich bekannt wurde der Vorfall erst durch einen Blogbeitrag des IT-Autors Günter Born. Demnach hatte ein Leser ihn auf den Angriff aufmerksam gemacht.

Als Reaktion schaltete der Versicherer seine Online-Dienste vorübergehend ab und informierte die Finanzaufsicht Bafin sowie die zuständige Datenschutzbehörde. Zudem wurde Strafanzeige gestellt und externe IT-Forensiker hinzugezogen. Inzwischen sind die meisten Systeme wieder in Betrieb, nachdem zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt und Anwendungen erneut getestet wurden. (mho)

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