Schärfere Kriterien, stabiles Qualitätsniveau

17.03.2026

Michael Franke, Gründer und Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH. Foto: © Marc Theis, Hannover

Franke und Bornberg aktualisiert das Rating für Risikolebensversicherungen mit angepassten Gewichtungen und überarbeiteter Bewertungssystematik. Die Ergebnisse zeigen: Die Branche liefert, aber die Spitze bleibt exklusiv.

Wer stirbt, hinterlässt Lücken, finanzielle eingeschlossen. Die Risikolebensversicherung (RLV) ist das klassische Instrument, um Hinterbliebene abzusichern. Umso mehr kommt es darauf an, dass die Bedingungen im Leistungsfall tatsächlich greifen. Franke und Bornberg hat das RLV-Rating aktualisiert und dabei Gewichtungen sowie die Bewertungssystematik einzelner Kriterien einem Marktcheck unterzogen. Das Ergebnis: Ein großer Teil der Tarife ist gut – die Spitze aber bleibt exklusiv. Von 248 untersuchten Tarifkombinationen von 55 Versicherern erreichen rund 18,5 % die Höchstnote FFF+.

Der Markt steht unter Druck. Laut map-report 941 wurden 2024 rund 722.720 neue RLV-Verträge abgeschlossen – ein Rückgang von 6,7 % gegenüber dem Vorjahr (774.383 Verträge). Treiber ist die schwächere Nachfrage nach Baufinanzierungen, die das RLV-Neugeschäft traditionell antreibt. Im Bestand zählt der Markt dennoch 9,73 Millionen Verträge; die durchschnittliche Versicherungssumme ist auf 94.159 Euro gestiegen (+3,1 %). „Eine Erholung des Immobilienmarkts dürfte das Neugeschäft wieder ankurbeln – der strukturelle Bedarf nach Hinterbliebenenschutz ist ungebrochen", erklärt Michael Franke, Geschäftsführer der Franke und Bornberg GmbH.

Franke und Bornberg hat 248 Tarifkombinationen von 55 Versicherern anhand von 36 Kriterien untersucht. 15 Versicherer erhalten die Höchstnote FFF+. Mehr als ein Drittel aller untersuchten Tarifkombinationen erreichen mindestens die Note FFF – ein Zeichen für das hohe Qualitätsniveau in der Breite des Marktes. Die vollständige Verteilung auf die sieben Ratingklassen:

Wer in der Spitzengruppe fehlt, scheitert häufig an denselben Punkten. Fehlende Verlängerungsoptionen sind der häufigste Grund, warum Tarife den Mindeststandard für die höchsten Noten verfehlen. Daneben zeigen sich Lücken bei Zusatzleistungen – etwa Kinder-Bonus, Sofortleistung sowie erhöhte Leistungen bei Unfalltod oder Tod im Ausland. Wer Hinterbliebene umfassend absichern will, sollte genau hier hinschauen.

Die Qualität in der Risikolebensversicherung ist hoch, aber nicht selbstverständlich. Das Rating zeigt, dass die Mehrheit der Anbieter solide Arbeit leistet. Die Luft an der Spitze bleibt dünn: Wer FFF+ erreichen will, muss in allen relevanten Kriterien überzeugen, nicht nur bei den Standardkriterien. „Das Qualitätsniveau in der Risikolebensversicherung ist insgesamt erfreulich. Aber gute Bedingungen sind kein Selbstläufer – sie entstehen dort, wo Versicherer den Hinterbliebenenschutz konsequent zu Ende denken und nicht bei der marktüblichen Mindestlösung stehenbleiben", so Michael Franke. Mit der Überarbeitung der Gewichtungen und der Bewertungssystematik stellt Franke und Bornberg sicher, dass die Maßstäbe der Realität folgen – und nicht umgekehrt. Alle Ratingergebnisse veröffentlicht Franke und Bornberg auf seiner Website. Dort finden Interessierte auch die aktuellen Bewertungsgrundlagen zur Risikolebensversicherung. (mho)

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