Unabhängige Vermögensverwalter schlagen sich 2025 besser als die Märkte
04.08.2026

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Volatile Märkte belohnen aktive Steuerung
Die Mehrjahresanalyse zeigt, dass sich eine aktive Steuerung in besonders turbulenten Marktphasen auszahlt. In den Jahren 2020, 2022 und 2025 konnten jeweils rund 40 Prozent der chancenorientierten Mandate ihre aktienlastige Benchmark übertreffen, ein deutlich höherer Anteil als in ruhigeren Marktphasen. Konservative Strategien punkteten in den meisten Jahren ebenfalls, besonders in der Zinswende 2022, als sie die Verluste ihrer Rentenanlagen gegenüber dem Benchmarkindex spürbar begrenzen konnten.
Die Studie zeigt auch, wie stark die Ergebnisse innerhalb einer Risikoklasse auseinandergehen. Bei chancenorientierten Depots erzielte das stärkste Viertel 2025 eine Rendite von 11,3 Prozent, das schwächste Viertel kam auf nur 4,9 Prozent. Gleiche Risikoklasse, fast dreifacher Renditeunterschied. „Bei vergleichbarem Risikoniveau erzielen Vermögensverwalter teils deutlich unterschiedliche Ergebnisse", betont Kai Linde.
Einfachheit schlägt Komplexität
Die Gesamtschau der Studiendaten zeigt, dass die Kombination aus Direktanlagen, Kostenbewusstsein und ruhiger Hand bei Umschichtungen funktioniert, unabhängig von Risikoklasse und Marktumfeld. 2025 hat das unter Beweis gestellt, gerade weil es kein einfaches Renditejahr war. „Wer transparent anlegt, Kosten konsequent im Blick behält und nicht hektisch auf jede Marktbewegung reagiert, ist strukturell im Vorteil", so Dr. Andreas Ritter.
Empirische Basis und Methodik
Für den Trendmonitor Vermögensverwaltung 2026 wurden 55.801 reale Kundenportfolios von 121 unabhängigen Vermögensverwaltern ausgewertet. Die dargestellten Gewichte beruhen auf durchschnittlichen Depotgewichten, jedes Depot wird unabhängig von seinem Volumen gleich gewichtet. Dadurch bildet die Studie nicht primär das Anlageverhalten weniger sehr großer Vermögen ab, sondern die Struktur typischer Vermögensverwaltungsmandate.
Der Median des Depotvolumens lag 2025 bei rund 178.000 Euro, der rechnerische Durchschnitt bei 546.000 Euro. Rund 10,9 Prozent der untersuchten Portfolios wiesen ein Volumen von mehr als einer Million Euro auf. (mho)

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