Beratung: Worauf es bei der Risikolebensversicherung ankommt
03.08.2026

Dr. Klaus, Vorstandsmitglied bei Lebensversicherung von 1871 a. G. / Foto: © (LV 1871)
Wie denken die Menschen in Deutschland über finanzielle Absicherung und Verantwortung? Für ihren Resilienz-Check hat die LV 1871 mehr als 2.000 Menschen befragt. Aus den Ergebnissen lassen sich klare Ableitungen für die Beratung ziehen. Was eine zeitgemäße Risikolebensversicherung ausmacht, erklärt LV 1871 Vorstand Dr. Klaus Math im Gespräch.
finanzwelt: Herr Dr. Math, der Resilienz-Check zeigt ein wachsendes Sicherheitsbedürfnis. Warum führt das nicht automatisch zu mehr Vorsorge?
Dr. Klaus Math: Weil beides oft nicht zusammengedacht wird. 49 Prozent der Menschen in Deutschland haben ein gestiegenes Bedürfnis nach finanzieller Sicherheit. Zugleich fühlen sich 52 Prozent schlecht oder nur mittelmäßig gegen unerwartete Lebensereignisse abgesichert. Verantwortung wird dabei vor allem emotional verstanden, als „im Alltag für andere da sein“. Nur zehn Prozent verbinden damit finanzielle Vorsorge. Genau hier liegt die Beratungsaufgabe: die vorhandene Bereitschaft zur Verantwortung mit ihrer finanziellen Dimension zu verbinden.
finanzwelt: Warum kommt der Anstoß häufig erst nach einem Schockerlebnis?
Math: Negative Ereignisse wirken stärker als geplante. Für 29 Prozent sind Tod oder schwere Krankheit im nahen Umfeld der stärkste Vorsorgeauslöser. Positive Anlässe folgen deutlich seltener. Absicherung und Vorsorge werden häufig nur reaktiv statt vorausschauend angegangen. Finanzielle Resilienz entsteht aber dann, wenn Absicherung früh Teil der Lebensplanung wird. Beratung sollte deshalb nicht auf die Krise warten, sondern an anstehende Lebensentscheidungen anknüpfen.
finanzwelt: Welche Lebensphasen sind dabei besonders relevant?
Math: Die, in denen der Verantwortungsradius wächst. Bei den 25- bis 34-Jährigen ist die Geburt eines Kindes mit 26 Prozent ein wichtiger Auslöser. Bei den 35- bis 44-Jährigen tragen 43 Prozent die finanzielle Hauptverantwortung für Kinder; außerdem ist hier der Immobilienkauf mit 28 Prozent besonders relevant. Bei den 18- bis 24-Jährigen spielt der Schritt in die Selbstständigkeit mit 26 Prozent eine große Rolle. So unterschiedlich diese Phasen sind, sollten Produkt und Beratung reale Biografien abbilden, nicht einen abstrakten Musterkunden.
finanzwelt: Was muss eine moderne Risikolebensversicherung leisten, damit aus Bedarf auch Vorsorge wird?
Math: Sie muss bei Produkt, Preis und Prozess überzeugen. Der Schutz muss sich an veränderte Lebenssituationen anpassen lassen. Der Preis muss als bezahlbar wahrgenommen werden. 27 Prozent nennen in unserem Resilienz-Check zu hohe Kosten als größte Barriere für einen Abschluss. Ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis ist entscheidend.
finanzwelt: Wie setzt die neue Risikolebensversicherung der LV 1871 das um?
Math: Wir haben die Tarifstruktur auf zwei Tarife mit einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis vereinfacht. In beiden stehen drei Absicherungsvarianten zur Wahl: gleichbleibende, gleichmäßig fallende und annuitätisch fallende Versicherungssumme. Diese Zwei-Produkt-Strategie macht die Auswahl klar vergleichbar. Beide Tarife enthalten vorläufigen Versicherungsschutz, Vorableistung, Sofortleistung und eine Nachversicherungsgarantie. Den vorläufigen Versicherungsschutz haben wir verbessert und die Nachversicherungsgarantie um neue Ereignisse ergänzt.
finanzwelt: Warum geht der Schutz zudem über die klassische Todesfallabsicherung hinaus?
Math: Weil schwere Erkrankungen ein zentraler Vorsorgeauslöser sind und wir hier zwei klar getrennte Leistungen bieten. Die Vorableistung ist in beiden Tarifen enthalten: Sie greift bei einer unheilbaren, fortschreitenden schweren Krankheit, wenn ärztlich ein Ableben innerhalb von zwölf Monaten prognostiziert wird, und zahlt die Versicherungssumme vorzeitig aus. Davon zu unterscheiden ist der neue, optional ergänzbare Zusatzschutz „Schwere Krankheiten“. Er leistet bei Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall, ohne dass eine unheilbare Erkrankung vorliegen muss. So rückt die finanzielle Handlungsfähigkeit auch im Krankheitsfall in den Mittelpunkt.
finanzwelt: Wie lässt sich der Weg vom Entschluss zum Schutz beschleunigen?
Math: Über den Prozess. Die digitale Risikoprüfung mit sofortigem Votum am Point-of-Sale reduziert Wartezeiten. Unter bestimmten Voraussetzungen wird automatisiert eine vereinfachte Risikoprüfung zugesteuert. Davon profitieren besonders junge Menschen und werdende Eltern, aber auch Situationen wie Immobilienerwerb oder Existenzgründung. Die Überkreuzabsicherung aus steuerlichen Gründen unterstützen wir überdies direkt in der Antragsstrecke.
finanzwelt: Was ist Ihr Fazit für Maklerinnen und Makler, die ein Gespräch über Risikoabsicherung führen wollen?
Math: Die Bereitschaft zur Verantwortung ist in der Gesellschaft vorhanden. Was oftmals fehlt, ist die Verbindung zur finanziellen Dimension. Beratung, die an echten Lebenssituationen anknüpft, an der Familienplanung, dem Immobilienkauf, der Existenzgründung, trifft ihre Kunden genau im richtigen Moment. Dafür braucht es ein Produkt, das mitwächst. Genau das war unser Anspruch bei der Neugestaltung unserer Risikolebensversicherung
Ein Advertorial der Lebensversicherung von 1871 a. G. München

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