Das eigene Konto gehackt – was tun?

08.12.2023

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Das Zeitalter des Online Bankings ist längst angebrochen und bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Ein nicht zu unterschätzender Punkt ist jedoch die Gefahr vom Online Banking Betrug. Cyberkriminelle fokussieren sich zunehmend auf diesen Bereich, da er eine vielversprechende Einnahmequelle für Betrüger darstellt. Wie sich Betroffene verhalten sollten und welche Rechte es gibt, wenn das eigene Konto gehackt wird, beleuchtet der folgende Beitrag.

Prävention ist der beste Schutz für Bankkunden

Absolute Sicherheit gibt es leider nicht. Zwar haben die Banken aufgrund der zunehmenden Aktivitäten von Hackern das Sicherheitsniveau deutlich angehoben, jedoch bleibt weiterhin der Faktor Mensch als Risiko. Dies wissen auch die Cyberkriminellen.

Aus diesem Grund spielt das Phishing beim Online Banking eine zentrale Rolle. Beim Klau von Zugangsdaten gehen die Kriminellen immer raffinierter vor. So geben sich die Angreifer teilweise als Mitarbeiter der Bank oder gar als Polizeibeamte aus und fragen persönliche Informationen und Zugangsdaten ab.

Das wichtigste ist es deshalb, wirklich niemals Zugangsinformationen zum Bankkonto preiszugeben und schon gar nicht per Telefon oder via E-Mail. Ebenfalls ist es wichtig, selbst für möglichst viel Sicherheit zu sorgen. Wenn möglich, bietet die Zwei-Faktor-Authentisierung für das Online Banking den höchsten Schutz. Ein Zugriff oder eine Überweisung muss dann jeweils zusätzlich und zeitnah über das verknüpfte Smartphone bestätigt werden. Überweisungsbetrug beim Online Banking lässt sich so erschweren.    

Sofortmaßnahmen: Diese Punkte sollten Betroffene schnellstmöglich einleiten

Wer vermutet, dass sein Online Banking gehackt ist und Anzeichen dafür feststellt, muss vor allem schnell reagieren. Der erste Schritt ist, die eigene Bank zu kontaktieren und das betroffene Konto beziehungsweise alle Zugänge sperren zu lassen. Damit lässt sich oftmals verhindern, dass das Konto leergeräumt wird.

Ist das Postbank Konto gehackt oder ein Konto bei einer anderen Bank, lässt sich auch professionelle Hilfe von Hacking-Experten in Anspruch nehmen. Solche Dienstleister haben viel Erfahrung mit Betrugsversuchen beim Online Banking und stellen schnelle Soforthilfe bereit. So erhalten Betroffene hier Unterstützung bei den ersten Schritten und erfahren, wie sie weiter vorgehen sollen.

Außerdem helfen solche Stellen beim Schutz der digitalen Identität als Bankkunde. Dazu zählen konkrete Maßnahmen, wie sich die Sicherheit des eigenen Bankkontos sowie der Zugänge verbessern lässt. Auch beraten die Dienstleister, wie eine Betrugsanzeige bei der Polizei eingereicht wird und welche Informationen dafür erforderlich sind.    

Online Banking gehackt und Geld zurück – welche Rechte haben Verbraucher?

Was viele Verbraucher nicht wissen, ist, dass es einen Rechtsanspruch für finanzielle Schäden gibt, die durch Phishing-Attacken und ähnliche Hackerangriffe entstehen. Darauf sollten sich Verbraucher berufen, wenn das Geld weg ist und die Bank mauert. Es gibt hierbei jedoch einige wichtige Punkte zu beachten.    

Ist das Sparkasse Konto gehackt ist Geld zurück möglich, sofern kein fahrlässiges Handeln seitens des Bankkunden vorliegt. Grob fahrlässig ist zum Beispiel, wenn die Zugangsdaten fremden Personen zugänglich gemacht wurden. Gleiches gilt, wenn über das System der Bank eine betrügerische Überweisung vom Kunden selbst bestätigt wurde. Wichtig ist es in jedem Fall, Beweise für die kriminellen Aktivitäten zu sammeln und der Polizei zur Verfügung zu stellen. Wer nachweisen kann, dass er immer vorsichtig gehandelt hat, hat gute Chancen, sein Geld zurückzuerhalten, wenn das eigene Konto gehackt wurde.