DAX-Konzerne sichern betriebliche Altersversorgung auf hohem Niveau
03.08.2026

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Aon hat seine jährliche DAX-Geschäftsberichtsanalyse veröffentlicht, welche die Pensionsverpflichtungen der größten deutschen Unternehmen untersucht. Demnach engagieren sich die DAX-Konzerne weiterhin für die betriebliche Altersversorgung (bAV) und somit für die Versorgung und Absicherung ihrer Mitarbeitenden. Nahezu alle Unternehmen zeigen unverändert Aufwände und Verpflichtungen auch für arbeitgeberfinanzierte Betriebsrenten. Steigende Rechnungszinsen entlasten jedoch die Bilanzen deutlich, während die bAV sowohl aus Unternehmens- als auch aus Beschäftigtensicht weiterhin zu den wichtigsten Benefits zählt.
Der Gesamtumfang der Pensionsverpflichtungen der DAX‑Konzerne ist im Geschäftsjahr 2025 von rund 325 Mrd. Euro auf etwa 296 Mrd. Euro stark gesunken – ein Rückgang um rund 29 Mrd. Euro. Wesentlicher Treiber dieses Rückgangs um rund 9 Prozent ist das gestiegene Zinsniveau: Zukünftige Renten- und Leistungszahlungen werden mit dem Rechnungszins auf ihren heutigen Wert umgerechnet. Steigt der Zinssatz, sinkt der heutige Wert dieser Zahlungen. Dadurch verringern sich die in den Bilanzen ausgewiesenen Pensionsrückstellungen. Für die deutschen Pensionsverpflichtungen beträgt der durchschnittliche Rechnungszins 4,11 Prozent (Vorjahr 3,44 Prozent), bei einer Bandbreite von 3,85 bis 4,60 Prozent.
Im Unterschied zur umlagefinanzierten gesetzlichen Rente wird die bAV kapitalgedeckt bzw. kapitalbasiert finanziert: Zusagen werden über eine in der Unternehmensbilanz gebildete Pensionsrückstellung erfasst, die durch eine Absicherung über ein separiertes Planvermögen, aus dem später die Betriebsrenten gezahlt werden, entsprechend reduziert werden kann.
Der Deckungsgrad der Pensionspläne mit Planvermögen stieg von 81 auf 87 Prozent und erreicht damit einen der höchsten Werte der vergangenen Jahre. Bereits rund jeder vierte DAX‑Konzern hat seine Pensionsverpflichtungen vollständig durch Planvermögen abgesichert. Dies unterstreicht die weiterhin hohe Stabilität und Finanzierungsstärke der bAV in Deutschland.
Die Anlagestrategien der Unternehmen zielen dabei nicht auf eine maximale Rendite, sondern auf eine verlässliche, risikoadäquate Finanzierung der Zusagen. Das Planvermögen besteht überwiegend aus Unternehmens- und Staatsanleihen, ergänzt um Aktien und Fonds, Versicherungsprodukte und Immobilien. Mithilfe von Asset‑Liability‑Analysen werden Struktur und Laufzeiten der Anlagen regelmäßig eng an die erwarteten Zahlungsströme aus den Pensionsplänen angepasst.

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