DAX-Konzerne sichern betriebliche Altersversorgung auf hohem Niveau
03.08.2026

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Neben den direkten unmittelbar von den Konzernen angebotenen Pensionsplänen können diese Beiträge an externe Versorgungssysteme (Pensionskassen, Pensionsfonds, Unterstützungskassen oder Versicherungen) zahlen. Diese werden oftmals als sogenannte Defined Contribution-Aufwände gezeigt, die jedoch keine Rückstellungsbildung erfordern. In den Geschäftsberichten zeigen sich dafür bedeutende Beträge, die insbesondere auch auf außerhalb Deutschlands weit verbreitete Beitragszusagen zurückzuführen sind.
„Die DAX‑Konzerne sind bei der bAV gut aufgestellt: Hohe Ausfinanzierungsgrade und an den Verpflichtungen orientierte Anlagestrategien sorgen dafür, dass ein für viele Mitarbeitende zentrales Benefit langfristig solide abgesichert ist“, sagt Angelika Brandl, Partner und Head of Retirement Germany bei Aon.
Seit Jahresbeginn 2026 ist der Rechnungszins erneut rund 25 Basispunkte angestiegen. Dies führt zu einer spürbaren weiteren Verringerung der Pensionsverpflichtungen im Milliardenbereich. Gleichzeitig beginnt eine neue Phase für die bAV, denn die geburtenstarken Jahrgänge der sog. Babyboomer erreichen das Rentenalter. So wurden 2025 im DAX insgesamt knapp 16 Mrd. Euro an Renten und sonstigen bAV-Leistungen ausgezahlt. Aufgrund des vermehrten Renteneintritts der Babyboomer ist für 2026 mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Der Dienstzeitaufwand der aktiven Mitarbeitenden lag 2025 bei rund 5,5 Mrd. Euro und ist damit gegenüber dem Vorjahr um rund 0,4 Mrd. Euro gesunken. Inwieweit diese Reduzierung neben dem Anstieg des Zinsniveaus auch in einem Rückgang der Anzahl der Begünstigten oder einem sukzessiven Rückgang des Leistungsniveaus begründet ist, lässt sich aus den veröffentlichten Informationen nicht unmittelbar ableiten.
Mit Hochtief ist zudem ein neuer Konzern im DAX vertreten, der Pensionsverpflichtungen von knapp 600 Mio. Euro ausweist, die durch Planvermögen von 367 Mio. Euro teilweise gedeckt sind. Aus dem DAX ausgeschieden ist dagegen Porsche SE mit vergleichsweise geringen Pensionsrückstellungen in Höhe von 32 Mio. Euro.
„Sollte sich das Zinsniveau bis Jahresende auf hohem Niveau stabilisieren oder sogar weiter steigen, werden wir weitere DAX‑Konzerne mit vollständig ausfinanzierten Pensionsverpflichtungen sehen“, prognostiziert Christoph Tellmann, Senior Consultant bei Aon Wealth Solutions Germany. „Vollständig gedeckte Pensionsverpflichtungen sind sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmende positiv, denn sie stabilisieren die Liquidität, erhöhen den Insolvenzschutz und steigern das Vertrauen der Beschäftigten in die bAV.“ (mho)

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„Investieren wie die Bank, nicht bei der Bank“





