Die Bayerische stärkt Ertragskraft

07.07.2026

Vorstand die Bayerische. V.l.n.r.: Martin Gräfer, Michael Scheriau, Dr. Herbert Schneidemann, Thomas Heigl. Foto: © Die Bayerische

Komposittochter BA: Ergebnis deutlich verbessert

Der Kompositversicherer BA steigerte sein Ergebnis vor Ergebnisabführung um mehr als 400 Prozent auf 4,1 Mio. Euro. Die Combined Ratio brutto sank infolge konsequenter Portfoliosteuerung und eines günstigen Schadenumfelds auf 90,5 Prozent. Gleichzeitig wuchsen die gebuchten Beiträge um rund 7 Prozent auf 251 Mio. Euro. Damit entwickelte sich das Beitragswachstum in etwa auf dem Niveau des Schaden- und Unfallversicherungsmarkts. Die BA hat damit Profitabilität und Wachstum gleichermaßen verbessert.

„Die BA hat ihre operative Ertragskraft deutlich verbessert und gleichzeitig Wachstum erzielt. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger Arbeit an Portfolio, Prozessen und Steuerung. Eine Combined Ratio von 90,5 Prozent zeigt, dass unser Kompositgeschäft heute deutlich robuster aufgestellt ist“, sagt Martin Gräfer, Vorstandsvorsitzender der BA.

Lebentochter BL: Höhere Beiträge, stärkere Kapitalbasis

Die BL die Bayerische Lebensversicherung AG steht 2025 für den planmäßigen Umbau des Lebensversicherungsgeschäfts. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen auf 420,9 Mio. Euro nach 408,6 Mio. Euro im Vorjahr. Der Vertragsbestand lag weiterhin bei rund 239.000 Verträgen. Das Eigenkapital erhöhte sich deutlich auf 113,2 Mio. Euro nach 93,2 Mio. Euro.

Die Beitragssumme im Neugeschäft lag bei 1.072,6 Mio. Euro nach 1.223,3 Mio. Euro im Vorjahr. Die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko der Versicherungsnehmer stiegen auf 1.088,0 Mio. Euro nach 1.066,3 Mio. Euro.

Die Entwicklung ist vor dem Hintergrund des veränderten strategischen Fokus zu sehen. Die BL ist heute stärker auf Altersvorsorge, fondsgebundene Vorsorge und die Steuerung bestehender Verpflichtungen ausgerichtet. Das biometrische Geschäft, insbesondere die Berufsunfähigkeitsversicherung, liegt bei der Muttergesellschaft BY und weist eine andere Ergebnislogik auf als kapitalmarktnahe Altersvorsorgeprodukte. Im Mittelpunkt stehen damit die klare Fokussierung auf moderne Vorsorgelösungen, die Stärkung der Kapitalbasis und eine langfristig tragfähige Aufstellung der Gesellschaft.

„Die BL ist die Werkbank der neuen Vorsorge. Hier geht es darum, Bestand solide zu steuern, Neugeschäft gezielt auszurichten, Kapitalmarktentwicklungen zu verarbeiten und das Vorsorgegeschäft Schritt für Schritt auf langfristig tragfähige Lösungen auszurichten“, sagt Dr. Herbert Schneidemann.

Assekurata bestätigt gestärkte Kapital- und Sicherheitslage

Die aktuellen Assekurata-Bewertungen bestätigen die gestärkte Kapital- und Sicherheitslage der Gesellschaften. Die BA die Bayerische Allgemeine Versicherung AG wurde erneut mit „A“ und stabilem Ausblick bewertet. Bei der BL die Bayerische Lebensversicherung AG wurde die Sicherheitslage erneut als „exzellent“ eingestuft. Die BY die Bayerische Vorsorge Lebensversicherung a.G. verbesserte ihre Sicherheitslage ebenfalls auf „exzellent“.

Die Bewertungen stützen damit zentrale Botschaften des Geschäftsjahres 2025: Die Muttergesellschaft BY hat ihre Kapitalbasis deutlich ausgebaut, die BA ihre operative Ertragskraft sichtbar verbessert und die BL ihre Sicherheitslage auf sehr hohem Niveau gehalten. Ergänzend wurde auch das Nachhaltigkeitsrating der Bayerischen erneut mit „AA“ und damit als „sehr gut“ bestätigt.

Vertriebsbasis deutlich ausgebaut

Auch die Zahl der direkt an die Bayerische angebundenen Beraterinnen und Berater ist 2025 deutlich gestiegen. Gemeinsam mit dem Exklusivvertrieb und den bei der Tochtergesellschaft compexx Finanz AG angebundenen Versicherungs- und Vorsorgefachleuten umfasst das direkte Partnernetz aktuell mehr als 1.400 Partnerinnen und Partner.

„Persönliche Beratung wird gerade in Zeiten staatlicher Reformen und zunehmender Unsicherheit weiter an Bedeutung gewinnen. Unsere Aufgabe ist es, diese Beratung mit digitalen Prozessen, KI-gestützter Unterstützung und konkreten Vorsorge- und Präventionslösungen zu stärken. Genau darin sehen wir einen wichtigen Wachstumstreiber für die kommenden Jahre“, ergänzt Martin Gräfer. (mho)

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