Die einzig wahre Mietpreisbremse

17.06.2019

Foto: © Zffoto - stock.adobe.com

Vor dem Wohnraum steht das Grundstück

Steigende Immobilienpreise sind nicht nur ein Problem, das viele Mieter betrifft. Auch die Projektentwickler müssen vor der Entwicklung des neuen Wohnraums erst einmal tief in die Tasche greifen. „Entwickler stehen aufgrund steigender Preise vor großen Herausforderungen, keine Frage“, so Malte Thies, der zugleich aber auch einräumt, dass die aktuelle Situation auf dem Immobilienmarkt auch ihre positiven Seiten für Projektentwickler hat.

„Im gleichen Zuge sind auch die möglichen Verkaufspreise für den neu errichteten Wohnraum aufgrund der hohen Nachfrage historisch hoch“. Um die Phase zwischen Planung und Verkauf bestmöglich zu überbrücken, sind deshalb seiner Meinung nach gut kapitalisierte Projektentwickler im Vorteil. Dass die aktuelle Lage auf den Immobilienmärkten für Projektentwickler nicht nur eine finanzielle Herausforderung darstellt, macht Christoph Straube deutlich. „Man muss kreativ werden, den einfachen Grundstückseinkauf gibt es nicht mehr. Wir haben unseren Fokus auf braches Land gerichtet, welches wir kreativ zwischennutzen bis zur finalen Wohnbebauung. Wie überall im Leben muss man die Lücke finden, es gibt immer einen Weg, auch wenn er steinig sein kann.“ Auch Malte Thies weiß, dass es vor der Wohnraumschaffung nicht nur auf das Bankkonto des Projektentwicklers ankommt. „Zudem ist der Marktzugang entscheidend. Nur wer zuverlässig und handlungsschnell an Grundstücke gelangt, kann im engen Markt bestehen. Dazu braucht es Marktkenntnis, ausreichend Liquidität und enge Kontakte zu Ämtern und Maklern.“

Auch Juliane Mann betont die Wichtigkeit einer ausreichenden Marktkenntnis beim Erwerb der Baugrundstücke. „Hierfür arbeiten bei PROJECT Immobilien feste Teams mit lokaler Expertise, welche jeweils regional auf den Ankauf von Grundstücksflächen spezialisiert sind. Gekauft wird nur in geeigneten Lagen.“

Neuer Wohnraum kann nicht nur durch Neubau, sondern auch durch die Aufwertung von Wohnungen entstehen. Auf diese Möglichkeit fokussiert sich Primus Valor. „Generell achten wir auf eine gute Lage mit 50.000 Einwohnern Einzugsgebiet, also Objekte in B- und C-Lagen – sogenannte Mittel- und Oberzentren. Wir fokussieren uns auf Objekte mit wenig Neubaubedarf, jedoch mit großem Entwicklungspotenzial durch Schaffung weiteren Wohnraums (also Renovierung, Sanierung und ggf. Aufstockung) und somit Mietpreisanpassung“, erläutert Vorstand Gordon Grundler die Investitionskriterien des Mannheimer Emissionshauses. Die Schaffung neuen Wohnraums durch Aufwertung geht dabei deutlich schneller, als durch Projektentwicklungen. „Ab Ankauf vergehen im Schnitt sechs bis 18 Monate, bis ein Objekt wieder dem Markt zur Verfügung gestellt wird – abhängig von behördlichen und rechtlichen Vorgängen. Dies beinhaltet auch sämtliche Nacharbeiten, die Vermarktung sowie die Vermietung“, berichtetet Gordon Grundler. (ahu)