Kern unserer Dienstleistung ist die ganzheitliche Beratung
06.07.2026

Alexander Gronau - Foto: Copyright HdB Haus der Berater
Was macht eine gute Beratung aus? Lassen sich sämtliche Dienstleistungen inhouse abbilden? Und wie anspruchsvoll wird die Beratung des vieldiskutierten Altersvorsorgedepots? Ein Bündel an Fragen, beantwortet von Alexander Gronau, Geschäftsführer, HdB Haus der Berater GmbH.
finanzwelt: Herr Gronau, Sie sind Geschäftsführer des „HdB Haus der Berater“. Zunächst ein paar Takte, wie Sie zu dieser Funktion gekommen sind?
Alexander Gronau: Begonnen hat alles mit einem Dualen Studium bei der Bank und direkt im Anschluss daran meinem Schritt in die Selbstständigkeit. Ich war in dieser Zeit Teil eines kleinen Maklerteams und zuletzt Geschäftsführer eines Finanzdienstleistungsinstituts. Im Jahr 2021 habe ich dann meine eigene Firma, die CapGro GmbH, gegründet und in den Folgejahren mit langjährigen Weggefährten ausgebaut.
Im Rahmen einer Unternehmensnachfolge fusionierte 2025 die CapGro mit der HdB Haus der Berater zu einer Einheit und firmiert seitdem als HdB Haus der Berater bzw. der HdB-Gruppe. In meiner Funktion verantworte ich diese Gruppe gesamtheitlich.
finanzwelt: Beratung ist essentiell. Können Sie uns den USP Ihres Unternehmens kurz darlegen? Sie legen bekanntlich den Wert auf ganzheitliche Beratung.
Gronau: Das ist korrekt. Der Kern unserer Dienstleistung ist die ganzheitliche Beratung, die inhouse abgebildet wird. In der HdB-Gruppe bilden wir die Bereiche Financial Planning, Generationenberatung, Family-Office-Begleitung, Gewerbeversicherungen, Immobilienfinanzierung, Immobilienmakler mit Vermietung und Immobilienverwaltung ab.
Unser hoher Qualitätsanspruch war auch der Grund der zuvor genannten Fusion. Wir sind der Überzeugung, unseren Beratungsanspruch nur abbilden zu können, wenn möglichst alle Dienstleistungen im eigenen Haus abgebildet werden. Nur dann haben wir wirkliche Kontrolle über jeden einzelnen Prozess. Tatsächlich nutzen wir externe Partner nahezu nur dann, wenn uns dies aufgrund berufsständischer Vorgaben selbst nicht erlaubt ist. Also bei Steuerberatern, Rechtsanwälten und Notaren. Dies ist vor allem in der Generationenberatung und der Strukturierung komplexer Vermögen der Fall.
Während sich immer mehr Marktteilnehmer auf einzelne Bereiche spezialisieren, gehen wir genau den anderen Weg und möchten unseren Mandanten in allen Fragen der Finanzdienstleistung unsere eigene Dienstleistung anbieten können. Egal ob Depotbetreuung, Generationenplanung, Immobilienverkauf oder -verwaltung.
finanzwelt: In Zeiten von KI, dem Aufkommen von neuen Wettbewerbern, bspw. Neobrokern, ist die Beratungsleistung wichtiger denn je. Was macht nach Ihrer Auffassung eine gute Beratung am und für den Kunden aus?
Gronau: Eine gute Beratung ist am Bedarf des Kunden orientiert, in diesem Zuge gründlich ausgearbeitet und schafft die Voraussetzungen für eine nachhaltige Begleitung.
Wir erleben aktuell, wie sich mehr und mehr zwei Kundengruppen mit unterschiedlicher Herangehensweise herauskristallisieren. Zum einen die beratungsaffinen Kunden, die die Unterstützung eines Beraters suchen und zum anderen die Gruppe der sich selbstverwaltenden Kunden, welche möglichst kostengünstige Lösungen verlangen. Unserer Erfahrung nach ist eine Beratung allerdings insbesondere bei größeren und komplexen Vermögen alternativlos. Neobroker oder eine KI können in diesen Situationen maximal als Werkzeug fungieren und (noch) nicht als „Architekt“.
finanzwelt: In diesen Tagen redet jeder über das Altersvorsorgedepot. Wie fällt Ihr Blick dazu aus?
Gronau: Ich begrüße die Änderung, da es genau der richtige Schritt seitens Politik ist. Der Anspruch nach begünstigten und zugleich flexiblen Lösungen ist hoch.
Wir sind mit diversen Marktanbietern im engen Austausch und sehen, dass die konkreten Lösungen auf sinnvolle Weise Gestalt annehmen.
Das Problem ist, dass auch die Funktionsweise des Altersvorsorgedepots nicht so trivial sein wird. Allein die Konsequenzen der nachgelagerten Besteuerung werden in der aktuellen Berichterstattung ungenügend bis nicht betrachtet. Wir sehen deshalb einen hohen Beratungsbedarf und mit unserem intensiven Beratungsansatz große Chancen bestehende Mandantenbeziehungen auszubauen und neue Mandate hinzuzugewinnen. Gleichzeitig hat man leider den Eindruck, dass der Gesetzgeber diesen faktischen Beratungsbedarf (bewusst) kleinredet und allein die Kostenstruktur zum entscheidenden Faktor über Erfolg und Misserfolg verklärt.
finanzwelt: Was dürfen wir von Ihnen und Ihrem Unternehmen künftig weiter erwarten?
Gronau: Wir werden unsere Dienstleistung rund um die gesamtheitliche Beratung, speziell in den Bereichen Financial Planning, Generationenberatung und Family-Office weiter ausbauen. Zeitgleich möchten wir auch weiterhin sowohl organisch als auch anorganisch weiterwachsen. Die nächste Transaktion steht bereits bevor. (ah)

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