Continentale-Studie: Vermittler verbessern die Absicherung

02.07.2026

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Menschen mit persönlichem Versicherungsvermittler sind insbesondere bei existenziellen Vorsorgethemen häufiger besser abgesichert als Personen ohne Vermittler. Gleichzeitig fühlen sie sich besser informiert und orientiert. Das zeigen die ersten Ergebnisse der repräsentativen Continentale-Studie 2026 „So versichert sich Deutschland: Zwischen Klassikern, Trends und blinden Flecken“, die im September 2026 erscheinen wird.

Die Befragung macht deutlich: Während Kompositversicherungen in Deutschland nahezu flächendeckend verbreitet sind, bestehen bei der Absicherung existenzieller Vorsorge-Risiken weiterhin erhebliche Lücken. Besonders groß sind die Defizite bei Altersvorsorge, Berufsunfähigkeit und Pflege. Auffällig ist zudem die Generation der 18- bis 25-Jährigen: Sie zeigt ein überdurchschnittliches Risikobewusstsein, setzt dieses bislang jedoch nur eingeschränkt in konkrete Absicherung um.

Persönliche Beratung erhöht den Absicherungsgrad

„Die Studie zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen persönlicher Beratung und Absicherung“, erläutert Jürgen Wörner, Vorstand Vertriebspartnerbetreuung und Kundendienst bei der Continentale Versicherung. „Personen mit persönlicher Beratung sind insbesondere bei komplexen Vorsorgethemen deutlich besser abgesichert als Menschen ohne Vermittler.“ Kompositversicherungen etabliert – Vorsorge bleibt unterversorgt

Nahezu alle Befragten verfügen über mindestens eine Kompositversicherung. Privathaftpflicht-, Hausrat- und Kfz-Versicherungen zählen für mehr als drei Viertel der Bevölkerung zum Standard und werden zugleich als besonders relevant eingestuft.

Deutlich geringer ist die Verbreitung von Produkten zur Absicherung existenzieller Risiken. Nur knapp die Hälfte der Befragten besitzt eine private Altersvorsorge. In der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen trifft dies sogar nur auf rund jeden Fünften zu. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben knapp 21 Prozent aller Befragten abgeschlossen, eine private Pflegezusatzversicherung rund 19 Prozent.

Personen mit persönlicher Beratung sorgen häufiger fürs Alter vor

Besonders deutlich werden die Unterschiede zwischen Menschen mit und ohne Vermittler: Personen mit persönlicher Beratung verfügen signifikant häufiger über mindestens eine private Altersvorsorge (53 Prozent gegenüber 34 Prozent), eine Berufsunfähigkeitsversicherung (24 Prozent gegenüber 14 Prozent) sowie eine private Pflegezusatzversicherung (15 Prozent gegenüber 8 Prozent).

Junge Erwachsene erkennen das Risiko Berufsunfähigkeit

Bemerkenswert bei der Gruppe der 18- bis 25-Jährigen: In dieser Altersgruppe zählt die Berufsunfähigkeitsversicherung bereits zu den wichtigsten Versicherungen. 64 Prozent stufen sie als unverzichtbar ein. Damit rangiert sie auf Platz 3 hinter der Kfz-Versicherung (68 Prozent) und der Privathaftpflichtversicherung (87 Prozent).

Zugleich zeigt sich ein erhebliches Marktpotenzial: Rund 40 Prozent der jungen Erwachsenen würde bei zusätzlichem finanziellem Spielraum bevorzugt eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Sie landet damit auf Platz 1 der Absicherungswünsche, vor der Rechtsschutzversicherung (30 Prozent) und einem Altersvorsorgeprodukt (23 Prozent).

„Das Risikobewusstsein junger Menschen ist beim Thema Berufsunfähigkeit erfreulich hoch“, betont Jürgen Wörner. Zwischen Erkenntnis und tatsächlichem Abschluss bestehe jedoch weiterhin eine deutliche Lücke. „Genau hier können Vermittler durch Aufklärung und individuelle Beratung den entscheidenden Impuls liefern.“ Dazu gehöre auch, die Frage zu stellen, ob statt einer Vollkasko fürs Auto das Budget besser in eine BU-Vorsorge investiert wäre. „Die Auswirkungen der demografischen Entwicklung und der politischen Reformen sind enorm“, sagt das Vorstandsmitglied. „Das schreit nach Einordnung und Orientierung. Und das kann der Versicherungsvermittler leisten. Er kann gemeinsam mit dem Kunden eine planvolle Absicherung gestalten. Das ist der entscheidende Mehrwert einer professionellen Beratung.“

KI ersetzt persönliche Beratung bislang nicht

Ein weiteres Ergebnis der Continentale-Studie: Digitale Technologien verändern das Informationsverhalten, ersetzen persönliche Beratung bislang jedoch nicht. Rund drei Viertel der Befragten geben an, KI-gestützten Tools bei Versicherungsentscheidungen nicht oder eher nicht zu vertrauen. Jürgen Wörner: „Professionelle Vermittler nutzen KI für sich und ihre Kunden und arbeiten nicht mit dieser im Wettbewerb.“ (fw)