Mehrheit der Deutschen ist im Krisenmodus

16.07.2026

Sorgenstudie der Bayerischen. Foto: © die Bayerische

Die unsichere Weltlage ist längst im Alltag der Deutschen angekommen. Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der Bayerischen zeigt: 72 Prozent der Deutschen stimmen der Aussage zu, dass sie Sorge vor einer unsicheren Zukunft haben. Besonders deutlich wird das beim Blick auf die eigenen Finanzen: 75 Prozent der Befragten halten Erspartes aufgrund der aktuellen Krisen und der Inflation nicht mehr für sicher. Gleichzeitig sagen 76 Prozent, dass sie sich im Alter finanziell eher nicht oder überhaupt nicht auf den Staat verlassen können.

Für die Bayerische zeigen die Ergebnisse: Die großen Zukunftsfragen der Menschen sind konkrete Vorsorgefragen. Es geht um Einkommen, Eigentum, Altersvorsorge, Vermögen, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Stabilität. „Diese Zahlen sind ein klarer Auftrag“, sagt Martin Gräfer, Vorstand der Bayerischen. „Viele Menschen erleben Zukunft gerade nicht als Versprechen, sondern als Risiko. Genau deshalb müssen wir über Vorsorge wieder anders sprechen: klarer, verständlicher und näher an dem, was die Menschen wirklich bewegt. Versicherung bedeutet nicht nur Schadenregulierung. Sie bedeutet Orientierung, Schutz und Zuversicht.“

Als Antwort auf diese wachsende Verunsicherung startet die Bayerische eine langfristig angelegte Kommunikationskampagne. Das Leitmotiv: ein Wahlkampf der Vorsorge. Nicht politisch, sondern kommunikativ. „Wir sind keine politische Partei. Aber wir stellen uns mit unseren Themen jeden Tag zur Wahl: bei Kundinnen und Kunden, Vermittlerinnen und Vermittlern und in der öffentlichen Debatte“, sagt Gräfer. „Wenn drei Viertel der Menschen sagen, dass sie sich im Alter nicht auf den Staat verlassen können, dann reicht es nicht, über Produkte zu sprechen. Dann müssen wir über ganzheitliche Lösungen sprechen.“

Dafür stehen ausgewählte Expertinnen und Experten der Bayerischen jeweils für ein klares Schwerpunktthema: Dr. Annika Obermayer für Zuhause und Absicherung, Maximilian Buddecke für Gesundheit, Einkommenssicherung und Beratung, Uwe Mahrt für nachhaltige Vorsorge und Versorgung, Dr. Robert Rühl für Altersvorsorge, Judith Lechermann für Vermögensaufbau und Kapitalanlage sowie Martin Gräfer für gesellschaftliche Stabilität und Mittelstand.

Wie konkret die Verunsicherung ist, zeigen weitere Ergebnisse der Studie. Beim eigenen Einkommen spüren viele Menschen mehr Druck: 52 Prozent der Befragten machen sich heute mehr Sorgen um die Sicherheit ihres Einkommens als noch vor einigen Jahren. Nur 13 Prozent geben an, sich weniger Sorgen zu machen.

Noch deutlicher wird der Druck beim Thema Wohneigentum. Unter den Befragten ohne eigenes Wohneigentum gehen 78 Prozent davon aus, dass sie sich künftig wahrscheinlich kein Wohneigentum leisten können. Nur 12 Prozent halten den Erwerb von Wohneigentum für wahrscheinlich.

Auch Menschen mit Wohneigentum schauen besorgter auf die eigene Absicherung. 37 Prozent der Eigentümerinnen und Eigentümer machen sich heute mehr Sorgen um mögliche Schäden am Eigenheim, etwa durch Unwetter, als noch vor einigen Jahren.

Die Studie zeigt zudem: Nachhaltigkeit und Energiewende sind für viele Menschen trotz Krisen kein Nebenthema. 53 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass Nachhaltigkeit und Energiewende aktuell allgemein zu sehr in den Hintergrund zu geraten drohen. Damit wird deutlich: Die Menschen erwarten Lösungen, die Sicherheit heute mit Verantwortung für morgen verbinden.

„Wer über Vorsorge spricht, darf nicht nur an die nächste Beitragsrechnung denken“, sagt Gräfer. „Es geht um die Frage, wie Menschen ihr Leben, ihr Zuhause, ihr Einkommen und ihre Zukunft schützen können. Und es geht darum, wie wir Wohlstand und Verantwortung zusammenbringen.“ (mho)

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