Nachgefragt bei Dennis Rahe, Haus Finanz Kontor

01.04.2026

Dennis Rahe, Geschäftsführer, Haus Finanz Kontor Foto: © Haus Finanz Kontor

Exklusiv

Dennis Rahe wurde von der Haus Finanz Kontor GmbH zum weiteren Geschäftsführer berufen und bildet künftig gemeinsam mit Jörg Wesel die Leitung des Finanzierungsspezialisten innerhalb der Reuss Private Gruppe in Deutschland, zu der auch der Maklerpool FONDSNET gehört.

finanzwelt hat nachgefragt, was Dennis Rahe an seiner neuen Aufgabe reizt, welche Ziele er sich für 2026 gesetzt hat und wie er die Geschäftsentwicklung einschätzt.

Herr Rahe, was reizt Sie an Ihrer neuen Aufgabe?

Dennis Rahe: Mich reizt vor allem die Möglichkeit, in einer Phase des strukturellen Wandels echte Impulse zu setzen. Die reine Produktvermittlung reicht heute nicht mehr aus. Im B2C-Bereich wollen Menschen trotz veränderter Zinsen ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen. Gleichzeitig suchen unsere B2B-Partner nach stabilen und digital effizienten Prozessen. Genau hier ist Agilität entscheidend. Ich sehe unsere Rolle darin, als verbindendes Element zwischen Kapitalmarkt und Endkunden zu agieren. Wir vermitteln nicht nur Finanzierungen, sondern tragen dazu bei, Lebenspläne und unternehmerische Stabilität zu sichern.

Welche Schwerpunkte und Ziele haben Sie sich für 2026 gesetzt?

Rahe: Unser Fokus liegt klar auf Wachstum durch technologische Stärke. Ein zentraler Hebel ist der Ausbau unserer B2B-Partnerschaften. Wir wollen für Vermittler die erste Wahl sein, indem wir Prozesse so einfach und effizient wie möglich gestalten. Erste Schritte sind bereits gemacht, und wir werden hier noch deutlich nachlegen. Gleichzeitig arbeiten wir konsequent an der Vereinfachung interner Abläufe. Unsere Kolleginnen und Kollegen sollen sich voll auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können. Weniger Bürokratie bedeutet mehr Zeit für unsere Kunden – das ist entscheidend für nachhaltigen Vertriebserfolg.

Wie schätzen Sie die Geschäftsentwicklung in diesem Jahr ein?

Rahe: Ich blicke insgesamt optimistisch auf das Jahr. Die starke Volatilität der vergangenen Jahre hat sich etwas beruhigt. Im B2C-Bereich zieht die Nachfrage wieder an, weil viele erkannt haben, dass das Warten auf frühere Niedrigzinsen keine Lösung ist. Im B2B-Segment sehen wir eine zunehmende Konsolidierung, von der wir als technologisch gut aufgestellter Partner profitieren können. Die steigende Komplexität im Markt ist dabei eher Chance als Risiko: Wer es schafft, komplexe Themen in einfache, digitale und transparente Lösungen zu übersetzen, wird erfolgreich sein. Gleichzeitig beobachten wir die geopolitische Lage aufmerksam. Mehr Stabilität würde den Märkten zusätzliche Sicherheit geben und wäre ein wichtiges Signal für die weitere Zinsentwicklung. (mho)

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