Versicherungsmakler und Social Media: Jeder Zweite gewinnt bereits Kunden

18.06.2021

Katharina Heder / Foto: © Katharina Heder

Eine neue Studie zeigt, wie die sozialen Netzwerke Versicherungsmakler bei ihrem Tagesgeschäft unterstützen. Schon heute gewinnt jeder Zweite dort erfolgreich Kunden. Was diese Zahlen auch zeigen.

Versicherungsmakler und soziale Netzwerke pflegen eine schwierige Beziehung. Lange galt die Kundengewinnung über diesen Weg als Expertensache, der nur Wenige gewachsen waren. Dieser Wind scheint sich in den vergangenen 24 Monaten gewendet zu haben. So geben in einer aktuellen Befragung des MRTK Instituts. Demzufolge nutzt etwa ein Drittel der Makler bereits seit mehr als sechs Jahren Social Media. In den vergangenen 24 Monaten hat jedoch ein zweites Drittel damit begonnen. Dabei gibt ihnen der Erfolg recht. So konnten 43 Prozent bereits Kunden über diesen Weg gewinnen und dadurch Geschäftsanbahnungen zu Vertragsschlüssen formen.

Überraschung: Diese Sparten sind besonders gut zu vermitteln

Ein tieferer Blick in die Ergebnisse der MRTK Studie zeigt, dass besonders Produkte für Endkunden über diesen Weg an den Mann oder die Frau gebracht werden können. Wer nun davon ausgeht, dass es sich „nur“ um Zahnzusatzversicherungen oder die Absicherung von Hundehaltern handelt, der liegt falsch.

Der größte Schwerpunkt der Tätigkeit liegt im Bereich Investment und Fonds. Erst darauf folgen Sachversicherungen bzw. HUK und Krankenversicherung. Der Fairness halber sei jedoch gesagt, dass diese Ausprägungen sehr eng beieinander liegen. Dennoch belegen diese Ergebnisse eindrucksvoll, dass auch schwer erklärbare Produkte, wie eine Versicherung, dazu geeignet sind, durch gezielte Arbeit in den sozialen Netzwerken zu Geschäftsanbahnungen zu gelangen.

Dieses Ziel ist übrigens auch die Hauptabsicht von jedem Dritten, wenn es um die Aktivitäten in Social Media geht. Dabei setzen verhältnismäßig viele Makler auf Facebook und noch wenige auf LinkedIn.

Die Zeit des Zögerns und Zweifelns ist vorbei

Diese Zahlen zeigen jedoch auch, dass nicht zuletzt der Einfluss von Corona die Bereitschaft erhöht, neue Wege zur Neukundenakquise zu beschreiten. Umso wichtiger ist es, die eigenen Aktivitäten messbar zu machen und sich mit dem Blick von außen vertraut zu machen.

Oft sind es kleine Veränderungen in der Art und Weise der Postings, die dazu führen, dass die Resonanz ansteigt. Dies beobachte ich oft bei meinen Kunden, die sich mit einem Social Media Check überhaupt erst einmal einen Überblick verschaffen: Wo stehe ich – und komme ich so voraussichtlich bei meinem Ziel an?

Oft sind meine Hinweise weniger auf grundlegende Einstellungen ausgerichtet, als eine Art Finetuning für alle, die schon gestartet sind. So geht es seltener um die Frage, was man posten soll, sondern der Hinweis darauf beispielsweise Hashtags auf Instagram zu nutzen, bringt mitunter schon eine Steigerung der Reichweite um bis zu 100 Prozent.

Gastbeitrag von Katharina Heder, Social Media-Expertin