Ausländer meiden deutsches Betongold
07.02.2013
Die Angst, dass ausländische Investoren Deutschlands den deutschen Immobilienmarkt fest im Griff haben, ist nach einer aktuellen Studie wohl unbegründet.
(fw/db) In einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wird untersucht wie stark sich deutsche Investoren in ausländische Immobilien investieren und umgekehrt mit welchem Anteil sich die Investoren aus dem Ausland in deutsche Objekte investieren. Die Bilanz fällt ernüchternd aus.
Demnach wurden 2011 weniger als 1 Prozent aller Immobilienkäufe und -verkäufe aus dem Ausland getätigt. Anleger aus dem Ausland erwarben im Jahr 2011 in Deutschland Immobilien im Wert von 685 Millionen Euro, verkauften im gleichen Zeitraum allerdings auch Grundstücke und Gebäude für 816 Millionen Euro. Der Wert des ausländischen Immobilieneigentums in der Bundesrepublik lag 2011 laut IW Köln bei knapp 24 Milliarden Euro.
Das ist wenig im Vergleich zum Immobilienvermögen der Deutschen im Ausland - es belief sich im Jahr 2011 auf rund 147 Milliarden Euro. Auch die Zukäufe deutscher Investoren im Ausland können sich sehen lassen: So haben deutsche Anleger zwischen 2002 und 2011 jährlich für rund 7,5 Milliarden Euro Grundstücke, Häuser und Wohnungen in der Fremde erworben.
Download der Studie "Grenzüberschreitende Immobilien-Transaktionen"

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