BCA sieht Haftungsdach als Sicherheitskern
07.02.2013

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Die erhöhten Anforderungen an Vermittler von Finanzanlagen seien in Zukunft mit einem Haftungsdach sicherer zu bewältigen. BCA-Vorstände erwarten mehr Nachfrage nach einem Haftungsdach. Für einen Pool sei es aktuell und in der Zukunft wichtig nicht nur einseitig auf ein Geschäftsfeld zu setzen, sonst müsse mit dem Markt geatmet werden. Da drohe manchem Atemnot.
(fw/db) Der Markt für unabhängige Vermittler fordere durch Ausscheiden und erzwungene Konsolidierungen zunehmend mehr Opfer und es würde deutlich, dass nur "überleben" kann, wer ein belastbares, nachhaltiges Geschäftsmodell besitzt und innovativ der Zukunft entgegen sieht, so war es gestern auf der diesjährigen Bilanzpressekonferenz der BCA AG in Frankfurt am Main zu hören.
"Das Umfeld für freie Finanzdienstleister wird härter", sagt Dr. Frank Ulbricht, Vorstand der BCA AG, "die Vermittler haben als Ziele erkannt, die eigenen Kosten für Verwaltung zu senken, die Sicherheit eines Haftungsdach zu nutzen, all dies bieten wir."
Ulbricht erwartet innerhalb eines Jahres einen kräftigen Wachstumsschub im Haftungsdach, das von der BCA-Bank getragen wird. Das Haftungsdach wird für Makler ein zentraler Kern im Vertrieb und Verkauf von Finanzanlagen werden, meint Ulbricht.
Geschäftsergebnis auf Vorjahresniveau
Der Umsatz der BCA AG sei im Geschäftsjahr 2011 von 64,3 auf 62,7 Millionen Euro leicht zurück gegangen. "Der Umsatz an Versicherungsgeschäft ist von geplanten 16,8 auf 17,4 Millionen Euro angestiegen und hat einen Anteil von zirka 35 Prozent am gesamten Geschäft erreicht", sagt Vorstandsmitglied Oliver Lang. "Wir sind kein reiner Investmentpool mehr, das wäre heute auch ein Risiko, da reine Investmentvertriebe mit dem Markt atmen müssen", ergänzt Ulbricht.
Mehrwerte für Geschäftspartner
"Ein Pool müsse seinen Partnern mehr bieten als nur die Abrechnung von Transaktionen. Die Verantwortung gegenüber angeschlossenen Vermittler verlange Sicherheit und Transparenz, sowie ein solides Angebot an Innovationen. Nicht die Zahl der angeschlossenen Partner oder die verwalteten Bestände sei entscheidend, sondern unterm Strich müsse ein Gewinn stehen und für die Partner ein Mehrwert erzielt werden", so BCA-Vorstand Oliver Lang. "Nur dies zähle, egal ob es dabei um die Honorarberatung, die Verschärfung des Anlegerschutzes oder um die Regulierung der Anlageberatung durch den neuen § 34f GewO und die mögliche Abschaffung deutscher Ausnahmeregelungen, wie das Provisionsabgabeverbot, gehe."
Die Voraussetzungen für Vermittler und Berater für die Ausübung ihrer Tätigkeit werden sich im Kerngeschäft weiter nachhaltig verändern. Der Pool-Markt befinde sich im Umbruch. Pessimistisch sei die Branche in der Anzahl der Vermittler, die zukünftig den neuen § 34f GewO nutzen, das sind vermutlich ein Drittel weniger als erwartet, meint Lang.
Am Mehrwert orientierte Qualitätsdienstleistungen werden zukünftig für Pools im Vordergrund stehen. Die BCA biete hier in Zusammenarbeit mit Drescher & Cie das WebTV BCA OnLive als Informationskanal. In Verbindung mit vermehrter regionaler Präsenz werde die stärkere Bindung der Geschäftspartner angestrebt bei gleichzeitiger Steigerung der Effizienz.
Viel Neues bei der BCA
Neu ist die zukünftige Adresse der BCA, noch im laufenden Jahr wird die Verwaltung von Bad Homburg wieder zurück nach Oberursel bei Frankfurt am Main verlegt. Die BCA Bank erhält in Kürze einen neuen Namen, der vor allem die Unabhängigkeit der Bank als Haftungsdach darstellen soll.
Ab 1. Oktober 2012 wird Dr. Jutta Krienke die neue Frau im Führungsteam sein, die als Vorstand den Geschäftsbereich Versicherungen ausbauen wird.
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