Bezahlbare Mobilität ist in Gefahr
28.09.2026
Foto: © Allianz
Diese Woche treffen sich die weltweit führenden Forschungsinstitute der Kfz-Versicherungsbranche in Mexiko-Stadt zur jährlichen internationalen RCAR-Konferenz. Vertreter von 19 Forschungsinstituten aus 15 Ländern werden aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Fahrzeugkonstruktion, Schadenvermeidung und Unfallrisiko erörtern. Ihr gemeinsames Ziel ist klar: Durch eine engere Zusammenarbeit zwischen Versicherern und Fahrzeugherstellern (OEM) lassen sich sowohl die Häufigkeit als auch die Kosten von Schadenfällen nachhaltig senken, was dazu beiträgt, Mobilität langfristig sicher und bezahlbar zu halten.
Weltweit sind mittlerweile mehr als 1,4 Milliarden Pkw auf den Straßen unterwegs. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommen jedes Jahr rund 1,19 Millionen Menschen im Straßenverkehr ums Leben, weitere 20 bis 50 Millionen werden verletzt. Die wirtschaftlichen Kosten werden auf etwa 3 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts geschätzt. Über die menschlichen und wirtschaftlichen Folgen schwerer Verkehrsunfälle hinaus verursachen auch häufige Kollisionen bei niedrigen Geschwindigkeiten erhebliche Fahrzeugschäden und Reparaturkosten. Neben Störungen in der Lieferkette und steigenden Energiepreisen werden diese Kosten in erheblichem Maße durch die Fahrzeugkonstruktion und immer komplexere Fahrzeugtechnologien getrieben. Die Folge ist ein zunehmender Druck auf die Versicherer und letztlich auch auf die Verbraucher aufgrund steigender Schadenkosten und der daraus resultierenden Erhöhung der Versicherungsprämien.
Drei zentrale Handlungsfelder
Ein zentraler Schwerpunkt der Konferenz ist die Frage, wie eine engere Zusammenarbeit zwischen Versicherern und Fahrzeugherstellern (OEMs) dazu beitragen kann, sowohl die Häufigkeit als auch die Kosten von Schadensfällen nachhaltig zu senken. Die Forschungsergebnisse der Versicherer zeigen klare Möglichkeiten auf, um eine dauerhafte Senkung der Schadenkosten zu erreichen.

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