Carsten Pfau: „ICP wird Dividenden-Aktie!“

09.04.2024

Turm einer Zitrusfabrik. Foto: Citrotec®

In Nueva Italia entsteht Paraguays größte Fabrik für Zitrusfrüchte. Die paraguayische Aktiengesellschaft ICP S.A. (abgekürzt für Industrias Citrícolas de Paraguay) befindet sich mitten im Zulassungsprozess für den Börsengang in Paraguay. Die Gesellschaft wird zukünftig Orangensaftkonzentrat, Orangenöl sowie andere Zitrusprodukte herstellen. Die im Vorort Nueva Italia, ca. 30 Kilometer außerhalb der Hauptstadt Asunción entstehende Industrieanlage wird zur größten Fabrik für Zitrusprodukte in dem südamerikanischen Land werden.

Etwa zwei Jahre hatte es gedauert, bis die Komponenten der neuen Fabrikanlage im brasilianischen Sao Paulo hergestellt waren, nun steht der Aufbau in Paraguay an. Bis August dieses Jahres soll der Industriekomplex fertiggestellt und produktionsbereit sein.

Im Jahr 2020 war die Gesellschaft vom deutsch-paraguayischen Unternehmer Carsten Pfau gegründet worden, viele Anleger aus Europa haben sich inzwischen an dem Unternehmen beteiligt. Nachdem sich die Preise für Saftkonzentrat auf den Weltmärkten drastisch erhöht haben und eine Umkehr dieses Trends bis auf weiteres nicht in Sicht zu sein scheint, ist auch der Aktienwert der ICP S.A. nachhaltig gestiegen. Dennoch geht Pfau davon aus, dass kaum ein Aktionär Anteile am Unternehmen wird verkaufen wollen.

„ICP hat eine ausgesprochen gute Dividendenprognose im aktuellen Marktumfeld, da wird sich das von unseren Anlegern getätigte Investment schnell amortisiert haben. Ich denke, es ist eher unwahrscheinlich, dass unsere Teilhaber Anteile abgeben werden, im Gegenteil – die für unseren Börsengang reservierten Aktien könnten sogar überzeichnet sein“, so Pfau am Rande einer Investment-Konferenz in Brasilien in der letzten Woche. „ICP ist eine Dividendenaktie, die über viele Jahrzehnte hinweg starke Renditen verspricht“, so der deutsche Investor weiter.

Die größten Orangenproduzenten der Welt kämpfen seit Jahren gegen rückläufige Ernten an, die kontinuierliche Verknappung führt zu immer stärkeren Preissteigerungen des Rohstoffs Saftkonzentrat. Vor allem die für Zitruspflanzen tödliche Bakterienerkrankung Huanglongbing (auch Greening-Krankheit genannt) macht Plantagenbesitzern in Brasilien, den USA und Mexiko schwer zu schaffen, aber auch der Klimawandel und soziologische Veränderungen haben einen Anteil an immer schlechteren Ernteerträgen.

In Paraguay - Brasiliens Nachbarstaat - sind die Voraussetzungen für den Orangenanbau geradezu ideal, die landesweite Produktion weist eine stark steigende Tendenz auf. Produktionskosten und Steuern sind niedrig, die Liste mit Standortvorteilen ist lang. Saftkonzentrat, Orangenöl und andere Zitrusprodukte können günstig hergestellt und auf dem Weltmarkt zu Rekordpreisen verkauft werden. Bessere Bedingungen könnten Investoren kaum vorfinden.

Die Finanzbranche schaut nun gespannt auf den für die zweite Jahreshälfte vorgesehenen Börsengang der Gesellschaft.