Immobilienpreise ziehen 2026 wieder an

01.07.2026

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Der deutsche Wohnimmobilienmarkt setzt seinen Erholungskurs fort. Nach der aktuellen Immobilienstudie des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) werden die Preise für selbst genutzte Wohnimmobilien im Jahr 2026 voraussichtlich um rund drei Prozent steigen.

Trotz der moderaten Preisentwicklung bleibt die Lage auf dem Wohnungsmarkt angespannt. Nach Berechnungen des BVR wird der Wohnraumbedarf in diesem Jahr nur zu rund 58 Prozent gedeckt. Ursache sind vor allem rückläufige Wohnungsfertigstellungen. Hinzu kommt, dass neuer Wohnraum häufig nicht dort entsteht, wo er besonders benötigt wird. Während in den Ballungsräumen weiterhin Wohnungen fehlen, kämpfen einige ländliche Regionen mit Leerstand.

BVR-Präsidentin Marija Kolak begrüßt die von der Bundesregierung angestoßenen Reformen, darunter den Bau-Turbo, das geplante Baugesetzbuch-Upgrade, das Gebäudetyp-E-Gesetz sowie den 13-Punkte-Plan von Bundesbauministerin Verena Hubertz zur Senkung der Baukosten. Nun komme es darauf an, die Maßnahmen schnell umzusetzen und Investitionen in den Wohnungsbau zu erleichtern.

Gleichzeitig fordert der Bankenverband weitere Entlastungen für Immobilienkäufer. Vor allem Familien mit mittleren und niedrigeren Einkommen müssten beim Erwerb von Wohneigentum stärker unterstützt werden. Kolak spricht sich deshalb für Erleichterungen bei der Grunderwerbsteuer aus – etwa durch Freibeträge, niedrigere Steuersätze für selbstgenutzte Immobilien oder gezielte Entlastungen für junge Familien.

Auch bei der Immobilienfinanzierung sieht der BVR politischen Handlungsbedarf. Zusätzliche regulatorische Vorgaben für Banken seien aus Sicht des Verbandes derzeit nicht erforderlich. Eine Überhitzung des Wohnimmobilienmarktes sei nicht erkennbar. Stattdessen sollten bestehende Spielräume genutzt werden, damit Banken mehr Kredite für Wohnungsbau und Wohneigentum vergeben können.

Die Studie zeigt zudem, dass die Preisentwicklung viele Haushalte weiter unter Druck setzt. Seit 2018 sind die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum bundesweit um rund sieben Prozent stärker gestiegen als die verfügbaren Einkommen. Besonders betroffen sind der Süden Deutschlands, das Berliner Umland sowie Teile Nord- und Westdeutschlands. (fw)