DFR: Schiffsfondsmarkt zum Erliegen gekommen
14.02.2013
Die Deutsche Fonds Research GmbH (DFR), Hamburg, hat eine steigende Zahl von Schiffsverkäufen festgestellt. 86 Fondsschiffe wurden im vergangenen Jahr verkauft. Im Jahr 2011 waren es nur 25. Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Verkäufe somit mehr als verdreifacht. Dabei stieg sie im Verlauf des Jahres kontinuierlich an, bis sie im vierten Quartal mit 41 Schiffsverkäufen ihren Höhepunkt erreichte.
(fw/kb) „Ein weiteres schlechtes Zeichen für den Markt, denn mit dem Verkauf kommen die Schiffsfonds oftmals nur der drohenden Insolvenz oder Sanierung zuvor", so DFR-Geschäftsführer Nils Lorentzen. 71 Prozent der 2012 verkauften Fondsschiffe sind Containerschiffe. Es folgen mit zehn bzw. sieben Prozent Bulker und Mehrzweckfrachtschiffe. Die Zahl der Zwangsverkäufe wird sich nach Einschätzung der DFR im Jahr 2013 mit großer Wahrscheinlichkeit noch erhöhen.
An die schwierige Situation auf den Schiffsmärkten ist auch die Entwicklung auf dem Markt für geschlossene Schiffsfonds geknüpft. Im dritten Quartal 2012 waren es noch zwei Fonds, die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestattet wurden – im vierten Quartal hingegen keiner.
Die DFR ist ein unabhängiges Analyse- und Research-Unternehmen für die Assetklassen Schiffe, Immobilien, Erneuerbare Energien, Flugzeuge, Infrastruktur und Spezialitätenfonds.

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