Donald Trump lässt grüßen

27.06.2019

Foto: © geralt - Pixabay.com

Für die Produktgestaltung sei aber nicht allein die Lebenserwartung entscheidend, sondern z. B. wie flexibel und wie sicherheitsorientiert die Menschen für ihre Zukunft vorsorgen möchten. Für diese unterschiedlichen Bedürfnisse biete man bereits heute die passenden Vorsorge- und Produktkonzepte an. Ralf Berndt, Vorstand Vertrieb und Marketing der Stuttgarter Lebensversicherung a.G., spricht sich klar für eine spätere Altersgrenze und eine Stärkung der Riester-Rente aus: „Wer auf solider, demografiefester Basis den Älteren einen auskömmlichen Lebensabend ermöglichen möchte, ohne die junge Generation zu überlasten, kommt an einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit nicht vorbei. Der planmäßige Anstieg des Renteneintrittsalters auf 67 kann noch nicht das Ende sein. Zehn Staaten der EU haben bereits Gesetze, die den regulären Rentenbeginn über den 67. Geburtstag hinaus anheben.“ Ohne weitere Reformen würden die sozialen Sicherungssysteme der gestiegenen Lebenserwartung nicht gewachsen sein.

Eine längere Lebensarbeitszeit biete den Bürgern nicht nur bessere Perspektiven auf einen auskömmlichen Lebensabend, sondern dämme auch den Fachkräftemangel wirksam ein: Die Deutschen lebten nicht nur länger, sondern sie lebten vor allem auch länger gesund und erwerbsfähig. Umso wichtiger sei es, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln, wie es der Sachverständigenrat Wirtschaft vorgeschlagen habe. Mit jedem zusätzlichen Lebensjahr würde das Renteneintrittsalter um acht Monate ansteigen. Berndt weiter: „Trotz notwendiger Reformen bleibt eine die gesetzliche Rente ergänzende private Altersvorsorge wichtig. Hier ist ein klares Bekenntnis zum Fortbestand der Riester- Rente erforderlich. Wer mit ‚Riester‘ fürs Alter vorsorgt, kann das demografiebedingt drohende Absinken des gesetzlichen Rentenniveaus mehr als kompensieren.“ Bei der grundsätzlich richtig konzipierten Riester-Rente müsse das Augenmerk auf einer zielgerichteten Weiterentwicklung liegen. Besonders wichtig seien eine Vereinfachung des komplexen und damit teuren Zulagenverfahrens, eine Fortentwicklung der Förderung mit Erweiterung des förderberechtigten Personenkreises, die Erschließung zusätzlicher Renditechancen abseits des Zinses durch flexiblere Anlagemöglichkeiten sowie die Stärkung der Vorsorgeberatung. In die Gestaltung der Altersvorsorgeprodukte fließe die steigende Lebenserwartung schon immer ein. Bernhard Rapp, Direktor Marketing & Produktmanagement Canada Life Deutschland, setzt auf Flexibilität der Produkte: „Bestimmt arbeiten in Zukunft mehr Menschen im Alter als heute.

Unser Flexibler Kapitalplan bietet hier mehrere Optionen – Kunden können, wenn sie noch arbeiten, eine Teilverrentung wählen, während der Rest des Kapitals investiert bleibt und sich vermehren kann. Bei unseren GENERATION-Tarifen kann man den Rentenbeginn bei Bedarf hinausschieben, wenn man später als vorgesehen in Rente gehen möchte. Auch die Garantie Investment Rente eignet sich zur Gestaltung der Übergangszeit.“ Und bei der Generali-Tochter Dialog schließlich setzt man auch auf die Klugheit der Kunden. So sagt Edgar Hütten, Mitglied des Vorstands der Dialog Lebensversicherungs-AG: „Der steigenden Lebenserwartung wird in der Kalkulation von Versicherungstarifen Rechnung getragen, sowohl auf der Basis von Sterbetafeln als auch eigener Unternehmensdaten. Bei Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen passen wir das Endalter in unserer Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung entsprechend an.“ Mit den in Kombination mit dem Generali Vitality Gesundheitsprogramm angebotenen Risikolebens- und Berufsunfähigkeitspolicen fördere man die Gesundheit und damit die höhere Lebenserwartung der Kunden. (hdm)