Je teurer der Sprit, desto stärker boomt das E-Auto
07.04.2026

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Die Ölmenge, die durch Elektromobilität eingespart werden kann, dürfte in den kommenden Jahren deutlich steigen. Bis 2030 könnten täglich 5,25 Millionen Barrel Öl eingespart werden, das zeigen Berechnungen von BloombergNEF.
Der Konflikt im Iran sorgt gleichzeitig für Rekordpreise an den Zapfsäulen und erhöht den Druck auf Verbraucher. In den ersten beiden Monaten 2026 zog die Nachfrage nach E-Autos an. Der Anteil rein elektrischer Pkw in der EU lag bei 18,8 Prozent, nach 17 Prozent im Gesamtjahr 2025. Der aktuelle Konflikt könnte diese Entwicklung zusätzlich beschleunigen.
Der Zusammenhang ist klar. Je teurer der Sprit, desto attraktiver werden Elektroautos. Dieser Trend zeigt sich global und nicht nur in Europa. Gleichzeitig werden E-Autos immer wettbewerbsfähiger, da die Preise sinken und die Betriebskosten niedriger sind.
Ölpreisschocks wirken damit wie ein Katalysator für die Energiewende. Nicht nur die Klimapolitik, sondern vor allem Kosten und Versorgungssicherheit treiben die Nachfrage. Der strukturelle Trend hin zur Elektromobilität wird dadurch verstärkt und nicht neu geschaffen.
An den Aktienmärkten zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Aktien großer deutscher Autobauer wie BMW, Mercedes-Benz und VW sind im März zweistellig gefallen, ebenso wie Tesla. BYD konnte hingegen zweistellig zulegen.

Marktkommentar von Maximilian Wienke, Marktanalyst bei eToro.

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