Junge Deutsche sind in Rentenfragen Realisten
07.02.2013

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Die unter 30-Jährigen schätzen ihren Rentenbeginn auf 70 Jahre. Mehr als jeder vierte junge Deutsche würde im Alter in Länder mit niedrigeren Lebenshaltungskosten auswandern.
(fw/db) Politiker streiten noch über die Rente mit 67. Doch die jungen Berufstätigen bis 29 Jahre in Deutschland gehen bereits heute davon aus, dass sie nicht nur bis 67, sondern im Schnitt bis zum Alter von rund 70 Jahren arbeiten werden.
Das ergibt eine bundesweit repräsentative Studie der Deutschen Postbank AG, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank AG. Gefragt wurden die Bundesbürger, welches gesetzliche Renteneintrittsalter sie persönlich für sich erwarten. Das Ergebnis: Alle Berufstätigen in Deutschland nennen mit knapp 68 Jahren bereits einen späteren Rentenbeginn als heute gesetzlich vorgegeben.
Automatische Kopplung der Rente an die Lebenserwartung unerwünscht
Trotz der Erwartung eines späteren Starts in den Ruhestand lehnen die Deutschen eine automatische Anpassung des Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung ab. Exakt 69 Prozent halten das für "keinen guten Vorschlag", nur 18 Prozent sprechen sich dafür aus. Der Rest ist unentschieden oder macht keine Angaben.
Auch bei jungen Berufstätigen unter 30 Jahren ist die Ablehnung dieses Vorschlags mit 69 Prozent gleich hoch. Junge Berufstätige haben überraschende Pläne, wenn im Alter das Geld nicht reichen sollte. Zu 28 Prozent hat mehr als jeder vierte von ihnen die persönliche Vorstellung, dann in ein Land mit niedrigeren Lebenshaltungskosten auszuwandern.

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