Makler im Fokus: Lennard Schwarzer
19.03.2026

Lennard Schwarzer, Geschäftsführer, LS Finanzmakler GmbH Foto: © LS Finanzmakler
Vom Strukturvertrieb zum Makler: 2024 gründete Lennard Schwarzer die LS Finanzmakler GmbH, um seine Kunden wirklich bedarfsgerecht und ohne Produktdruck und Vorgaben von oben zu beraten. Im Interview erklärt er, was ihn am Beruf des Versicherungsmaklers reizt, welchen besonderen Ansatz er verfolgt und was Branche und Politik gegen den Fachkräftemangel beim Makler-Nachwuchs tun können.
Herr Schwarzer, warum haben Sie sich einst für den Beruf des Versicherungsmaklers entschieden? Wie kam es zur Gründung Ihres Unternehmens?
Lennard Schwarzer: Ich bin seit über elf Jahren in der Versicherungsbranche tätig und habe sowohl die klassische Krankenversicherung als auch den Strukturvertrieb kennengelernt. Diese Stationen waren extrem lehrreich – gleichzeitig haben sie mir sehr klar gezeigt, wie wichtig echte Unabhängigkeit, Transparenz und langfristiges Denken in der Beratung sind.
Der Schritt zum Versicherungsmakler war für mich daher konsequent: Ich wollte meine Kundinnen und Kunden ganzheitlich und wirklich bedarfsgerecht beraten – ohne Produktdruck, ohne Vorgaben von oben. Die Gründung meiner eigenen Makler-GmbH (Finanzmakler Team GmbH) im Jahr 2024 war dann der logische nächste Schritt, um genau diese Werte auch unternehmerisch umzusetzen und ein Team aufzubauen, das auf Augenhöhe arbeitet.
Was unterscheidet Sie von anderen? Welchen besonderen Ansatz verfolgen Sie? Was ist Ihr USP?
Schwarzer: Ein zentraler Unterschied ist unser konsequenter Fokus auf regionales Vereinssponsoring als festen Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Wir unterstützen zahlreiche Vereine aktiv und dauerhaft – nicht als klassische Werbung, sondern als echte Partnerschaften auf Augenhöhe. Dieses Engagement hat sich nicht nur in einer hohen regionalen Sichtbarkeit, sondern auch in außergewöhnlich starken Kennzahlen niedergeschlagen und war ein wesentlicher Grund dafür, dass wir 2025 den ersten Platz beim JungMakler-Award gewinnen konnten.
Ergänzend dazu verfügen wir über ein sehr strukturiertes Empfehlungsmanagement, durch das wir konstant zwischen zehn und zwanzig qualifizierte Neukundenanfragen pro Monat erhalten. Beides zusammen – lokale Präsenz und persönliches Vertrauen – bildet das Fundament unseres nachhaltigen Wachstums.
Was treibt Sie in Ihrem Beruf als Versicherungsmakler an, was motiviert Sie? Was gefällt Ihnen daran besonders?
Schwarzer: Mich motiviert vor allem, echte Mehrwerte für Menschen zu schaffen – gerade bei komplexen oder existenziellen Themen wie Absicherung, Altersvorsorge oder finanziellen Entscheidungen. Wenn Kunden nach Jahren sagen: „Gut, dass wir das damals gemeinsam so aufgesetzt haben“, dann ist das für mich der größte Antrieb.
Besonders schätze ich außerdem die Vielfalt im Alltag: unterschiedliche Lebenssituationen, individuelle Ziele und immer wieder neue Herausforderungen. Kein Tag ist wie der andere – und genau das macht den Beruf für mich so spannend.
Was kann die Branche bzw. Politik gegen den Fachkräftemangel beim Makler-Nachwuchs tun? Was wünschen Sie sich?
Schwarzer: Die Branche muss moderner, transparenter und attraktiver auftreten. Der Beruf des Versicherungsmaklers hat nach wie vor ein Imageproblem, das der Realität vieler engagierter Makler nicht gerecht wird. Mehr Aufklärung über die tatsächlichen Tätigkeiten, bessere Ausbildungs- und Mentoring-Modelle sowie ein stärkerer Fokus auf Qualität statt Quantität wären aus meiner Sicht entscheidend.
Von der Politik wünsche ich mir vor allem stabile, nachvollziehbare Rahmenbedingungen. Ständige regulatorische Änderungen erschweren nicht nur unsere Arbeit, sondern schrecken auch junge Menschen ab, die Planungssicherheit suchen.
Was braucht es heute, um als Makler erfolgreich zu sein? Die wichtigsten Erfolgsfaktoren und Ihr Rat an Jung-Makler?
Schwarzer: Erfolg als Makler entsteht heute aus einer Kombination aus fachlicher Kompetenz, persönlicher Haltung und unternehmerischem Denken. Wer langfristig bestehen will, braucht Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln – fachlich wie persönlich.
Mein Rat an Jung-Makler: Geduld haben, sauber arbeiten und sich nicht von kurzfristigen Erfolgsversprechen blenden lassen. Vertrauen lässt sich nicht beschleunigen – aber es zahlt sich langfristig immer aus. (mho)

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