Makler im Fokus: Tom Wonneberger
05.03.2026

Tom Wonneberger, PROGRESS Finanzplaner. Foto: © Thomas Schlorke
„Warum hat die Branche so einen miesen Ruf und geht das auch anders? Unsere Antwort auf diese beiden Fragen war die Erarbeitung unseres Beratungs- und Geschäftsmodells“, sagt Tom Wonneberger von PROGRESS Finanzplaner. Im Interview erklärt er, was ihn am Beruf des Versicherungsmaklers reizt, welchen besonderen Ansatz er verfolgt und was Branche und Politik gegen den Fachkräftemangel beim Makler-Nachwuchs tun können.
Herr Wonneberger, warum haben Sie sich einst für den Beruf des Versicherungsmaklers entschieden?
Tom Wonneberger: Wir sind beide über den Strukturvertrieb in die Branche gekommen. Da lernt man zwar Verkauf aber nicht Beratung. Wir haben uns daher – unabhängig voneinander – dazu entschieden, das nötige Fachwissen über ein duales Studium zu erwerben. Dort haben wir uns kennengelernt. Wir waren und sind zwar sehr verschieden, aber uns brachten zwei Fragen zusammen: Warum hat die Branche so einen miesen Ruf und geht das auch anders? Unsere Antwort auf diese beiden Fragen war die Erarbeitung des Beratungs- und Geschäftsmodells PROGRESS Finanzplaner.
Was unterscheidet Sie von anderen? Welchen besonderen Ansatz verfolgen Sie? Was ist Ihr USP?
Wonneberger: Unser Schwerpunkt ist die Aufklärung. Wir wollen die Menschen befähigen, gesund und nachhaltig mit ihrem Geld umzugehen. Das machen wir über Beratung, Beiträge, selbst erstellte Leitfäden und Bücher. Für jeden einzelnen Fachbereich gibt es Kolleginnen und Kollegen, die besser oder erfolgreicher sind. Aber einen ganzheitlichen Überblick wie wir, haben nicht viele. Wir übernehmen nichts ungeprüft von Gesellschaften, sondern hinterfragen alles. Daraus destillieren wir das wirklich wesentliche, damit Menschen gute Finanzentscheidungen treffen.
Was treibt Sie in Ihrem Beruf als Versicherungsmakler an, was motiviert sie?
Wonneberger: In dem Beruf lernst du sehr vielfältige Menschen, ihre Wünsche, Probleme und Herausforderungen kennen. Man ist ziemlich unmittelbar dabei, wenn Mandanten einen Partner finden, eine Familie gründen, ein Haus bauen, sich trennen oder krank werden. Die Verantwortung, für finanzielle Sicherheit für diese unterschiedlichen Lebensphasen zu sorgen, ist ein großer Motivator.
Was kann die Branche/Politik gegen den Fachkräftemangel beim Makler-Nachwuchs tun? Was wünschen Sie sich von der Branche/Politik, um Ihre Arbeit zu erleichtern?
Wonneberger: Von der Branche fordere ich die richtige Prioritäten-Setzung. Brauchen wir echt irgendwelche KI-Agents, wenn ich noch immer leere, nicht ausfüllbare, nicht speicherbare PDFs für eine Nachbearbeitung erhalte? Brauchen wir wirklich die ypste Schleife um ein schon zig mal optimiertes Produkt, wenn das Angebot für eine Erhöhung eines bestehenden Vertrags über einen Monat dauert?
Was braucht es heute, um als Makler erfolgreich zu sein? Was sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren? Welchen wichtigen Rat möchten Sie gerne an Jung-Makler weitergeben?
Wonneberger: Fang bei dir an: Wer bist du? Was willst du? Warum? Suche dir eine Zielgruppe oder ein Thema, dass dich begeistert oder bei dem du ein richtiger Experte bist. Entwickle einen klaren Beratungsprozess. Gestalte ein tragfähiges, nachhaltiges Geschäftsmodell. Verfolge es konsequent. Entwickle es regelmäßig weiter. Bleib offen für Neues. (mho)

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