Nachgefragt bei Verena Buchmann, myLife

08.09.2026

Verena Buchmann, Vorständin der myLife Lebensversicherung AG. Foto: © myLife

Exklusiv

Die myLife Lebensversicherung AG hat seit dem 1. September 2026 mit Verena Buchmann eine neue Vorständin. Sie folgt auf Madeleine Bremme, die weiterhin als Vorständin der IDEAL Lebensversicherung a.G. tätig ist.

finanzwelt hat nachgefragt, was Verena Buchmann an ihrer neuen Aufgabe reizt, welche Ziele sie sich für 2026 gesetzt hat und wie sie die weitere Geschäftsentwicklung dieses Jahr einschätzt.

Frau Buchmann, seit dem 1. September sind Sie neue Vorständin bei der myLife. Wie kam es dazu?

Verena Buchmann: Mit meiner Ernennung zur Vorständin ist Madeleine Bremme planmäßig aus dem Vorstand der myLife ausgeschieden. Nach der Übernahme der myLife durch die IDEAL hatte Frau Bremme das Vorstandsmandat bei der myLife übernommen, um den Übergang und die Zusammenarbeit beider Häuser eng zu begleiten. Diese Phase, die ich in meiner bisherigen Funktion auch aktiv mit begleitet habe, ist nun erfolgreich abgeschlossen und Madeleine Bremme konzentriert sich wieder vollumfänglich auf ihre Aufgaben im Vorstand der IDEAL Lebensversicherung a.G. Der myLife-Vorstand besteht damit auch künftig aus drei Personen: Jens Arndt als Vorstandsvorsitzender, Holger Kreuzkamp als stellvertretender Vorstandsvorsitzender und mir als Vorständin.

Können Sie uns etwas mehr über Ihren Werdegang sagen?

Buchmann: Ich selbst habe meine Karriere in der Lebensversicherungsbranche 2008 im Controlling der myLife gestartet und seit 2021 auch zunehmend Leitungspositionen innerhalb unseres Firmenverbundes übernommen. Deshalb habe ich mich auch sehr gefreut, als ich für die Nachfolge im Vorstand nominiert worden bin. Einen besonderen Dank möchte ich dabei Madeleine Bremme für ihre Unterstützung, ihren unermüdlichen Einsatz für die myLife und den reibungslosen Übergang aussprechen.

Was reizt Sie an Ihrer neuen Aufgabe?

Buchmann: Mit nunmehr fast 20 Jahren Betriebszugehörigkeit gehöre ich ungefähr die Hälfte meines Lebens zur myLife-Gruppe. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich mich und meine Fähigkeiten über die Jahre hinweg optimal einbringen konnte und für meine Leistungen auch mit zunehmender Verantwortung betraut wurde. Als Vorständin möchte ich unseren strategischen Kurs nun noch aktiver mitbestimmen und auch dafür Sorge tragen, dass unsere besondere Erfolgsgeschichte weiter fortgesetzt wird.

Was macht die myLife denn so besonders?

Buchmann: In Deutschland spielen die Themen Honorarberatung und Nettoversicherungen trotz der Möglichkeiten, die Vermittler durch die IDD erhalten haben, und der Vorteile, die sich für Kunden und Berater dadurch ergeben, weiterhin nur eine Nischenrolle. Doch in dieser Nische haben wir uns mit unseren flexiblen, transparenten und kosteneffizienten Vorsorgelösungen einen Namen gemacht –insbesondere im Bereich der versicherungsbasierten Investmentlösungen.

Wir sind dadurch seit Jahren auf einem starken Wachstumskurs und verzeichnen eine stetig zunehmende Anzahl von Vermittlern- und Kunden. Nichtsdestotrotz entwickeln wir uns stetig weiter und planen dies auch in der Zukunft mit innovativen Ideen fortzusetzen.

Welche Schwerpunkte und Ziele haben Sie sich für 2026 und darüber hinaus gesetzt?

Buchmann: Das oberste Ziel ist, unseren erfolgreichen Kurs weiter fortzusetzen und auszubauen. In meiner Rolle als Finanz-Vorständin werde ich dafür Sorge tragen, dass wir unsere Ertragskraft und finanzielle Resilienz sichern und ausbauen sowie die Weiterentwicklung effizienter Controlling-Mechanismen zur Unterstützung der marktbearbeitenden Einheiten weiter vorantreiben. Ebenso prüfen wir weitere Effizienzsteigerungen und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Unterstützung und Optimierung bestehender Prozesse. Zudem wollen wir die myLife nicht nur als zuverlässigen Produktpartner, sondern auch als attraktiven Arbeitgeber weiter am Markt etablieren.

Wie schätzen Sie die Geschäftsentwicklung in diesem Jahr ein?

Buchmann: Wir konnten Anfang Juli mit großer Freude vermelden, dass wir in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres Prämieneinnahmen in Höhe von 279,1 Millionen Euro erzielt haben. Sowohl das Geschäft gegen laufenden Beitrag als auch das Einmalbeitragsgeschäft legten dabei solide gegenüber dem sehr erfolgreichen Vorjahreszeitraum zu. Auch das von uns verwaltete Vermögen (Assets under Management) erreichte mit rund 3,75 Milliarden Euro abermals einen historischen Höchststand. In Bezug auf die weitere Geschäftsentwicklung will ich an dieser Stelle keine konkreten Zahlen nennen, kann aber verraten, dass unsere Freude auch drei Monate nach unserem Halbjahresbericht ungebrochen anhält. (mho)

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