Riester-Kunden brauchen Orientierung, keinen Zeitdruck
03.09.2026

Dr. Frank Ulbricht. Foto: © BCA AG
Für Riester-Kunden stellt sich mit der Reform der privaten Altersvorsorge die Frage: Vertrag fortführen, beitragsfrei stellen oder später in ein neues gefördertes Produkt wechseln? Ein Gastbeitrag der BCA AG zeigt: Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Entscheidend sind eine individuelle Prüfung und der objektive Vergleich beider Fördersysteme.
Die zentrale Botschaft der befragten Gesellschaften lautet: Für Riester-Kunden besteht derzeit kein unmittelbarer Handlungsdruck. Vor dem 1. Januar 2027 können voraussichtlich weder Verträge in der neuen Produktwelt abgeschlossen noch bestehende Riester-Verträge in das neue Fördersystem übertragen werden.
Vermittler sollten ihre Kunden dennoch frühzeitig ansprechen. Ziel ist es, Orientierung zu geben, voreilige Entscheidungen zu verhindern und die bestehende Vorsorgesituation zu erfassen. Eine übereilte Kündigung kann Zulagen und steuerliche Vorteile gefährden. Bestehende Verträge genießen Bestandsschutz und sollten deshalb zunächst sorgfältig geprüft werden.
Ob die Fortführung eines Riester-Vertrags oder ein späterer Wechsel vorteilhafter ist, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Dazu gehören Alter, Einkommen, Familienstand, Kinderzulagen, Förderberechtigung, Vertragslaufzeit sowie Kosten, Garantien und Renditechancen. Ebenfalls relevant sind die gewünschte Flexibilität, die Risikobereitschaft und die Frage, welchen Stellenwert eine lebenslange Rentenzahlung für den Kunden hat.
Besondere Aufmerksamkeit erfordern Verträge mit kurzen Restlaufzeiten, werthaltigen Garantien oder zusätzlichen Absicherungsbausteinen. Auch die Vorsorgesituation eines Ehepartners kann die Bewertung beeinflussen. Erst wenn beide Fördersysteme unter vergleichbaren Annahmen gegenübergestellt werden, entsteht eine belastbare Entscheidungsgrundlage.
Fördervergleichsrechner und andere digitale Anwendungen können unterschiedliche Szenarien sichtbar machen. Ihre Ergebnisse hängen jedoch von den eingegebenen Daten und den zugrunde gelegten Annahmen ab. Sie ersetzen daher weder die fachliche Einordnung noch das persönliche Beratungsgespräch.
Dr. Frank Ulbricht, Vorstand der BCA AG, erklärt: „Vermittler haben jetzt die Chance, mit ihren Riester-Bestandskunden das Gespräch zur privaten Altersvorsorge zu suchen. Viele Kunden brauchen Orientierung. Ziel jeder Beratung muss die Lösung sein, die den individuellen Vorsorgezielen den größten Nutzen bietet. Dafür braucht es Fachwissen in Versicherung und Investment, eine objektive Einordnung und geeignete Vergleichsmöglichkeiten.“
Die BCA unterstützt ihre Vermittler mit fachlichem Support, Webinaren, einem Vorsorgerechner sowie kostenfreien Musterbriefen für Riester- und Nicht-Riester-Kunden. Als Service-Manufaktur verbindet sie persönliche Unterstützung mit digitalen Lösungen und schafft damit Freiräume für die individuelle Beratung.
„Das Altersvorsorgedepot ist mehr als ein Nachfolgeprodukt für Riester. Es eröffnet neue Möglichkeiten für eine kapitalmarktorientierte private Vorsorge und spricht auch Selbstständige, Freiberufler und jüngere Zielgruppen an. Vermittler übernehmen dabei eine zentrale Lotsenfunktion“, so Ulbricht. (fw)

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