Neue Regionalklassen für fast zehn Millionen Autofahrende 

09.09.2026

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Für fast zehn Millionen Autofahrende ändern sich die Regionalklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung. Das zeigt die neue Regionalstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für die 413 deutschen Zulassungsbezirke.

„Für 5,2 Millionen Autofahrende aus 63 Zulassungsbezirken verbessert sich die Regionalklasse, für 4,8 Millionen aus 46 Bezirken steigt sie. Wo ein Auto zugelassen ist, macht für die Schadenbilanz einen erheblichen Unterschied. Besonders Großstädte schneiden häufig schlechter ab als ländliche Regionen“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Für die große Mehrheit ändert sich nichts. In 304 Zulassungsbezirken mit mehr als 32 Millionen Autofahrenden bleibt die Regionalklasse in der Kfz-Haftpflichtversicherung unverändert.

Die schlechteste Schadenbilanz hat erneut Offenbach. Dort liegen die Schäden fast 40 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, gefolgt von Gelsenkirchen und Berlin. Die beste Schadenbilanz weist der brandenburgische Zulassungsbezirk Elbe-Elster auf. Dort liegen die Schäden rund 33 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

Bei den Kaskoversicherungen fallen die Veränderungen durch die aktuelle GDV-Regionalstatistik gering aus. Rund 33 Millionen Autofahrende behalten die aktuellen Regionalklassen. Für rund 2,4 Millionen Voll- oder Teilkaskoversicherte ergeben sich höhere und ebenfalls für rund 2,4 Millionen Versicherte niedrigere Einstufungen.

Die Regionalklasse errechnet sich aus der Schadenbilanz eines Zulassungsbezirks. Für den persönlichen Versicherungsbeitrag ist sie allerdings nur einer von mehreren Faktoren. Dazu zählen unter anderem auch das Fahrzeug (Typklasse), die jährliche Fahrleistung oder die Entwicklung der Reparaturkosten.

Die Regionalklassen spiegeln die Schadenbilanz der 413 deutschen Zulassungsbezirke wider. Sie werden einmal im Jahr vom GDV neu berechnet. Entscheidend ist nicht, wo ein Schaden entstanden ist, sondern wo das Auto zugelassen ist – also in welchem Zulassungsbezirk der Fahrzeughalter oder die Fahrzeughalterin wohnt. Regionalklassen gibt es für die Kfz-Haftpflicht-, Teil- und Vollkaskoversicherung. In der Kfz-Haftpflichtversicherung sind die Versicherungsleistungen maßgeblich, bei denen Dritte durch das versicherte Auto geschädigt werden. In der Kaskoversicherung geht es um Schäden am eigenen Auto. In der Teilkaskoversicherung zum Beispiel um Autodiebstähle, Glasschäden, Fahrzeugbrände, Wildunfälle oder Unwetterschäden. In der Vollkaskoversicherung sind zudem Schäden am eigenen Auto versichert, die durch einen selbst verursachten Unfall entstehen.

Die Schadenbilanzen der Zulassungsbezirke werden versicherungsmathematisch in einen Indexwert umgerechnet, der die jeweilige Regionalklasse bestimmt. Für die Haftpflicht gibt es 12, für die Vollkasko 9 und für die Teilkasko 16 Klassen. Die Regionalstatistik des GDV ist für die Versicherungsunternehmen unverbindlich und kann ab sofort für Neuverträge und für bestehende Verträge ab dem nächsten Versicherungsjahr angewendet werden. (mho)

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