Seit einem Jahr auf der Kommandobrücke

24.02.2026

Dr. Florian Sallmann, Vorstandsvorsitzender der InterRisk Versicherungen / Foto: © InterRisk

Dr. Florian Sallmann, Vorstandsvorsitzender der InterRisk Versicherungen, hatte sich bei seinem Amtsantritt vor zwölf Monaten viel vorgenommen. Zeit für ein Zwischenfazit. Im Gespräch ging er auch auf das umfassende Produktportfolio, die Bedeutung der Biometrie und generell auf die Thematik des Vermögensaufbaus und der Altersvorsorge ein.

finanzwelt: Herr Dr. Sallmann, seit genau einem Jahr sind Sie Vorstandsvorsitzender der InterRisk Versicherungen. Was hat sich in dieser Zeit getan?

Dr. Florian Sallmann: Von meinem Vorgänger habe ich ein gut bestelltes Haus übernommen. Aber vieles war noch zu tun, und vieles ist neu dazugekommen. Zu wenig war im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit geschehen, die InterRisk hatte sich hier durch vornehme Zurückhaltung ausgezeichnet. Das haben wir schnell geändert, denn ein Unternehmen muss in der (Fach-)Öffentlichkeit heute einfach präsent sein. Wir haben entsprechende personelle Kapazitäten aufgebaut und eine Fülle von Interviews und Fachartikeln veröffentlicht. Zu aktuellen Anlässen – personelle Erweiterungen, neue Produkte, Serviceausbau etc. – haben wir regelmäßig Pressemitteilungen herausgegeben, zu besonderen Anlässen wie der DKM mit großer Resonanz eine Pressekonferenz durchgeführt. Auch unsere Präsenz in den Social Media haben wir deutlich intensiviert. Ich bin von dieser neuen Ausrichtung sehr angetan, sie macht unser Unternehmen und seine Führungskräfte transparent und last but not least: Sie fördert und unterstützt unser Geschäft.

finanzwelt: Die InterRisk ist eine relativ kleine Gesellschaft. Deswegen eine etwas provokante Frage: Haben Sie genügend und die richtigen Mitarbeiter, um im Markt erfolgreich zu sein?

Dr. Sallmann: Ihre Frage bringt mich auf den nächsten wichtigen Aspekt, dem ich mein Augenmerk zu widmen habe. Personeller Ausbau war und ist an verschiedenen Stellen notwendig, und wir haben dem auch entsprochen. Aber insgesamt waren und sind wir ein kleines, wendiges Schnellboot, das auf viele Anforderungen rascher reagieren kann als mancher Marktriese. Und dabei steht eines über allem: das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Identifikation mit ihrer Firma und speziell ihrer Aufgabe. Die Mitarbeiter sind unser wichtigstes Asset! Um hier recherchierend und zugleich stimulierend einzugreifen, habe ich Stimmungs- und Motivationsworkshops durchführen lassen und mich auch selbst beteiligt. Das Ergebnis war für mich überwältigend: Die Mitarbeiter sind begeistert von ihrer InterRisk, denken und handeln sehr kooperativ und sind voller Freude und Eifer bei der Sache. So habe ich keine Sorge, dass die InterRisk auch weiterhin im Maklermarkt eine herausragende Rolle spielen wird.

finanzwelt: Kommen wir zu Ihrem Produktportfolio. Gibt es am Markt ein Produkt, für das die InterRisk in besonderem Maße steht?

Dr. Sallmann: Unser erfolgreichstes Produkt, mit dem wir geradezu identifiziert werden, ist die Unfallversicherung. Sie wird, wie im Übrigen auch viele andere unserer Produkte, von den Rating-Agenturen immer wieder mit Bestnoten ausgezeichnet. Besonders angetan hat es mich, dass uns auf der DKM von einer Fachzeitschrift eine Statuette zum Erringen der Gewinnertitels „Maklers Liebling“ überreicht wurde. Kurz darauf veröffentlichte ein weiteres Fachmagazin die Ergebnisse seiner Trends 4/2025: Im Votum der Makler liegt die Unfallversicherung der InterRisk unangefochten auf Platz 1. Wir freuen uns über diese Anerkennung und werden alles tun, um diese Position weiter auszubauen.

finanzwelt: Als Vollsortimenter sind Sie ja auch im Lebenbereich tätig. Ist die Biometrie ein für Sie interessantes Geschäftsfeld?

Dr. Sallmann: Unbedingt! Wir haben uns den Einkommensschutz auf die Fahne geschrieben. In der BU und in der Risikolebensversicherung haben wir für unsere Kunden tragfähige Lösungen entwickelt. Als herausragendes Beispiel nenne ich die Schüler-BU: Wer als Schüler bereits eine BU abgeschlossen hat, behält den Schüler-Status sein ganzes Berufsleben bei. So profitiert er bis zum Eintritt ins Rentenalter von den äußerst günstigen Beiträgen. Zum Jahreswechsel haben wir unsere Berufsunfähigkeitsversicherung grundlegend überarbeitet und für unsere Kunden erheblich verbessert. Unsere Risikolebensversicherung ist so flexibel, wie die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kunden vielseitig sind. Bei drei abgestuften Konzepten kann der Kunde zwischen konstantem, linear fallendem, progressiv fallendem und völlig variablem Summenverlauf wählen. Die Prämien sind – besonders für Raucher – sehr günstig. Auch hier sind wichtige Neuerungen zum Jahreswechsel in Kraft getreten. Unter anderem haben wir den Immotarif optimiert; er gilt jetzt bis zu einer Versicherungssumm von 600.000 Euro. Unsere Risikotarife sind noch einmal deutlich günstiger geworden und liegen im Wettbewerbsfeld an der untersten Preisgrenze.

finanzwelt: Vor gut einem Jahr haben Sie in einem Interview von Ihrer Fondsrente als einer „Perle der InterRisk“ gesprochen. Gilt diese Aussage noch heute?

Dr. Sallmann: Mehr denn je! Vermögensaufbau und Altersvorsorge sind unsere Kernkompetenzen. Gelobt hatte ich damals die große Vielfalt der angebotenen ETFs und der gemanagten Fonds, samperform als geeignetes Tool für das Investment und das perfekte ESG-Profiling. Das gilt heute unverändert. Inzwischen haben wir ein weiteres Produkt unter dem Namen myIndex next aus seinen Anfängen heraus entwickelt. Es richtet sich an den Honorarberater, während unser anderes Produkt IRis von Maklern angeboten wird. MyIndex next ist ein renditestarkes, risikoarmes Produkt und zeichnet sich durch eine klare Kostenstruktur, flexible Vertragsgestaltung und hohe Transparenz aus. Zur Verfügung steht ein breites Angebot von ETFs und optimierten Weltportfolios. Gerade für langfristig orientierte Kunden, denen steuerliche Effizienz und planbare Auszahlungskonzepte wichtig sind, stellt myIndex next die richtige Wahl dar. Ergänzt werden kann das Angebot um einen BU- und Todesfallschutz.

finanzwelt: Zum Schluss die Frage: Wie begegnen Sie den zukünftigen Herausforderungen?

Dr. Sallmann: Mit Mut und Optimismus. Wir sind mitten in einem Transformationsprozess. Wir treiben die Digitalisierung voran und nutzen verstärkt die KI. Wir verschlanken unsere Prozesse und setzen auf eine Beschleunigung des Workflows. Wir kommunizieren auf Augenhöhe mit unseren Vertriebspartnern, denen wir unseren Geschäftserfolg verdanken. Wir haben uns zur Bewältigung unserer Aufgaben personell verstärkt und werden auch zukünftig nach erfahrenen Fachleuten und jungen Talenten Ausschau halten. Und last but not least geht mein Dank an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die zukünftigen Herausforderungen erfolgreich meistern werden.

finanzwelt: Herr Dr. Sallmann, wir danken Ihnen für das Gespräch. (fw)