Studie: Asiaten wohlhabender als sie glauben

07.02.2013

In Asien geht die Post ab – die Konsumlaune ist hoch und viele Asiaten unterschätzen zudem ihren persönlichen Finanzstatus. Das ist das zentrale Ergebnis einer Befragung, die das welt-weit tätige Markt- und Meinungsforschungsinstitut Nielsen Company im Auftrag von Fidelity Worldwide Investment unter mehr als 5.000 Berufstätigen in zehn asiatischen Metropolen durchgeführt hat.

(fw/ah) Die meisten der befragten Asiaten kennen zwar die absolute Höhe ihres Einkommens. Wie das aber relativ einzuordnen ist, können bislang nur die wenigsten treffsicher einschätzen. Einer überwältigenden Mehrheit (86 Prozent) fällt es trotz - oder vielleicht auch gerade wegen - der rasanten Wohlstandsentwicklung Asiens schwer, auf einer aufsteigenden Einkommensskala von eins bis zehn die eigene Stellung richtig zu verorten.

Eine deutliche Mehrheit (66 Prozent) der asiatischen Berufstätigen unterschätzt bisher das eigene Einkommensniveau - und damit zwangsläufig auch die eigenen finanziellen Möglichkeiten. Ausgerechnet in einer der wachstumsstärksten Regionen der Welt halten sich damit im Durchschnitt zwei von drei Befragten für ärmer als sie tatsächlich sind. Und das obwohl rund 80 Prozent Grund für die Annahme sehen, dass sich ihr Einkommen über die nächste Dekade hinweg mindestens stabil entwickeln, wenn nicht sogar weiter verbessern wird. "Der gigantische wirtschaftliche Erfolg in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten ist in den Köpfen vieler Menschen in Asiens aufstrebenden Gesellschaften noch nicht richtig angekommen. Dieser Befund ist nicht nur für externe Beobachter sehr interessant. Er hat auch weitreichende Auswirkungen auf das effektive Ausgaben-, Spar- und Investmentverhalten der Menschen in Asien. Denn dieses wird durch die Wahrnehmung des eigenen Einkommensniveaus - nicht das tatsächliche - diktiert", kommentiert Andreas Feiden, als Geschäftsführer bei Fidelity Worldwide Investment verantwortlich für das Privatkundengeschäft.

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