Studie: Banken setzen auf neue Geschäftsmodelle

27.02.2013

Foto: kalafoto - Fotolia.com

Banken sehen sich derzeit besonders stark vom Verlust von Kunden und Marktanteilen bedroht, und setzen deshalb überdurchschnittlich stark auf neue Geschäftsmodelltypen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Managementkompass Neue Geschäftsmodelle" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut, wie aus einer Pressemitteilung der Gesellschaft hervorgeht.

(fw/an) 92 Prozent der Fach- und Führungskräfte aus Kreditinstituten in Deutschland sehen demnach das Risiko eines Kunden- oder Marktanteilsverlustes – mehr als in jeder anderen Branche. Angesichts immer kürzerer technischer Innovationszyklen, globalisierter Märkte und mehr Konkurrenz haben sich laut Steria Mummert Consulting in der Wirtschaft in den letzten Jahren neuartige Typen von Geschäftsmodellen etabliert. Die Kreditinstitute sehen sich dabei als Vorreiter: Überdurchschnittlich viele Bankmanager bewerten den Ergebnissen zufolge vier von sechs zentralen neuen Modelltypen als wichtig für das eigene Unternehmen. Die Kreditinstitute zeigen sich aus Sicht der Unternehmensberatung in dieser Hinsicht innovationsfreudiger als jede andere Branche.

„Neben einem immer höheren Margendruck verstärken vor allem zusätzliche internationale Konkurrenten den Verdrängungswettbewerb im Bankensektor", sagte Dr. Ulrich Meyer, Geschäftsbereichsleiter Financial Services bei Steria Mummert Consulting. „Deswegen brauchen die Kreditinstitute neue Alleinstellungsmerkmale, die sie nur über Innovationen erreichen können."

Führend unter den neuen Geschäftsmodelltypen ist sowohl branchenübergreifend als auch unter den Kreditinstituten der sogenannte Open-Innovation-Ansatz, bei welchem neue Ideen zusammen mit externen Partnern entwickelt werden. 88 Prozent der für die Studie befragten Bankmanager sehen ihn als wichtig für das eigene Haus an. 63 Prozent der befragten Banker setzen auf Modularisierung – neun Prozentpunkte mehr als in der Gesamtwirtschaft. Bei der Modularisierung wird das Unternehmen in kleinere, für bestimmte Prozesse verantwortliche Einheiten organisiert. Mit je 58 Prozent setzen die Banker auch überdurchschnittlich stark auf Entflechtung sowie den Typus Free als Geschäftsmodell. Bei der Entflechtung trennen die Betriebe die Bereiche Kundenbeziehungen, Produktinnovation und Infrastruktur voneinander. Bei dem Free-Geschäftsmodell werden kostenlose Basisangebote und kostenpflichtige Premiumdienste miteinander kombiniert.

Der „Managementkompass Neue Geschäftsmodelle" zeigt, wie Unternehmen Geschäftsmodelle anpassen, neu konzipieren und strukturieren können. Mittels einer Online-Befragung vom 20. bis zum 27. September 2012 wurden dafür laut Steria Mummert Consulting 240 Fach- und Führungskräfte aus großen und mittelständischen Unternehmen aller Branchen der deutschen Wirtschaft befragt.

Die Steria Mummert Consulting AG ist eine Unternehmensberatung aus Hamburg. Die Gesellschaft ist Teil der internationalen Steria Gruppe mit Hauptsitz in Paris, welche nach eigenen Angaben mit 20.000 Mitarbeitern weltweit Kunden in 16 Ländern berät.

www.steria.de