Studie: Existenzrisiko für Unternehmer

07.02.2013

© James Thew - Fotolia.com

Die Unfall- oder Krankheitsrisiken sind laut einer aktuellen Studie für Selbständige und Unternehmer die größte Bedrohung der betrieblichen Existenz. Vermittler im Firmengeschäft finden hier die zentralen Beratungsschwerpunkte.

(fw/db) Selbstständige stehen vor ganz besonderen beruflichen Herausforderungen und Risiken: Der eigene Unfall oder die eigene Erkrankung stellt für sie dabei die größte Bedrohung dar.

Das ist das zentrale Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstitutes YouGov Deutschland unter 506 Unternehmern in Deutschland im Auftrag der Generali Versicherungen.

Auf die Frage, welche Ereignisse - unabhängig von der eigenen Leistung oder wirtschaftlichen Konjunktur - die betriebliche Existenz gefährden können, wählten mit 72 Prozent fast drei Viertel der Befragten diese Antwort.

Den eigenen Unfall oder die eigene Erkrankung sehen 69 Prozent der Unternehmer mit einem geringeren Haushalts-Nettoeinkommen von bis zu 2.500 Euro, als auch 69 Prozent der Unternehmer mit einem höheren Einkommen von über 2.500 Euro als größte Bedrohung.

Mit 78 Prozent fürchten insbesondere Selbstständige aus den neuen Bundesländern diese Gefahr, während dies nur bei 69 Prozent in den alten Bundesländern der Fall ist.

"Ein Unternehmer verfügt nicht über den gesetzlichen Schutz, den ein Arbeitnehmer genießt. Er muss seinen Unfallversicherungsschutz rund um die Uhr selbst absichern. Wenn in Folge eines Unfalls bzw. einer Krankheit seine Arbeitsfähigkeit eingeschränkt wird, kann dies seine berufliche Existenz schnell bedrohen. Umso wichtiger ist es für ihn, seine Arbeitskraft abzusichern", erläutert Dr. Monika Sebold-Bender, Vorstand für Komposit und Schaden bei den Generali Versicherungen. "Für eine Absicherung der Arbeitskraft bieten sich Unfallversicherungen mit zugehöriger Unfallrente oder auch Berufsunfähigkeitsversicherungen an."

Steuererhöhungen und Bürokratisierung als weitere entscheidende Bedrohungen

Jeweils rund ein Drittel der Unternehmer in Deutschland fürchten Steuererhöhungen (36%) sowie zunehmende Bürokratisierung (30%). Dabei gibt es keine auffälligen Unterschiede zwischen Selbstständigen aus den neuen oder alten Bundesländern. Die Sorge vor Steuererhöhungen haben in den alten Bundesländern 34 Prozent der Selbstständigen, in den neuen Bundesländern 38 Prozent. Verstärkte Bürokratisierung fürchten in den alten Bundesländern 31 Prozent der Unternehmer, in den neuen Bundesländern liegt der Anteil bei 29 Prozent.

Ferner fürchtet rund jeder Fünfte Schwierigkeiten, geeignetes Personal zu finden (18%), sowie einen Unfall mit Schadenersatzanforderungen Dritter (17%).

"Bei Steuererhöhungen und Bürokratisierung können Selbstständige nur schwer entgegenwirken. Einem Fachkräftemangel können sie mit Personalmarketing begegnen. Noch am besten können sie sich vor Unfällen mit Schadenersatzanforderungen Dritter schützen, etwa mit einer Betriebshaftpflichtversicherung", empfiehlt Expertin Sebold-Bender.

Dietmar Braun, Redakteur finanzwelt

Generali Versicherungen

Marktforschungsinstitutes YouGov Deutschland