Vermögensverwalter-Umfrage: Regulierung zielt am Anlegerschutz vorbei
10.02.2013
Die regulatorischen Anforderungen an Vermögensverwaltungen verbessern nicht den Anlegerschutz und sind besonders für kleinere Unternehmen schwer zu bewältigen. So lautet die Einschätzung der meisten Finanzportfolioverwalter, wie die Münchener DAB Bank AG mit Bezug auf eine aktuelle Umfrage unter 141 Verwaltern mitteilte.
(fw/an) 80 Prozent der Befragten gaben demnach an, dass durch die aktuellen regulatorischen Vorgaben das Ziel der Politik, Anleger besser zu schützen, nicht erfüllt werde. Für 86 Prozent gehen die regulatorischen Anforderungen an der Realität vorbei und führen eher zu bürokratischen Belastungen. Welches regulatorische Vorhaben sie in der Vergangenheit am meisten beschäftigte, ist eindeutig: 95 Prozent der Verwalter nannten die Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente, kurz Mifid.
Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen erweisen sich den Umfrageergebnissen zufolge besonders für kleinere Vermögensverwaltungen als Nachteil: 94 Prozent aller befragten Verwalter stimmten zu, dass der regulatorische Aufwand gerade für kleine Häuser deutlich schwieriger zu bewältigen sei. Dabei gehen 50 Prozent der Befragten von einem jährlichen Kostenaufwand zwischen 20.000 und 50.000 Euro aus, bei 14 Prozent ist er höher.
Die DAB Bank AG mit Sitz in München wurde im Mai 1994 gegründet und ist seit dem Jahr 1999 an der Frankfurter Börse gelistet. Die Direktbank mit nach eigenen Angaben über 600 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 3,4 Milliarden Euro bietet Produkte rund um das Thema Vermögensaufbau und Vermögenssicherung mit Wertpapieren an.

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