Versicherungsmakler mit Herz: Hilfe für Familien in Kenia
12.01.2026

Fotos: © Maik Pfeiffer
In den letzten Jahren hat das soziale Engagement in der Finanzbranche an Bedeutung gewonnen. Angesichts der wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen, wie der Bekämpfung von Armut, der Förderung von Bildung und der Unterstützung nachhaltiger Projekte, erkennen immer mehr Unternehmen ihre Verantwortung über die bloße Gewinnerzielung hinaus. Finanzfirmen, Versicherungen, Immobilien- und Investmentgesellschaften engagieren sich aktiv in sozialen Projekten – jenseits marketingtechnischer Aspekte. In dieser finanzwelt-Serie stellen wir Ihnen Unternehmen und Einzelpersönlichkeiten vor, die durch besondere Ideen und Innovationen aufgefallen sind.
Den entscheidenden Impuls für sein soziales Engagement erhielt er 2010. Gemeinsam mit dem Verein Furaha Phoenix e.V. und Oliver Drewes, heute Vorstand der Phönix Maxpool Gruppe, reiste er nach Kenia, um beim Bau eines Waisenhauses mitzuwirken. „Die Begegnung mit den Kindern hat mich nicht mehr losgelassen“, sagt Pfeiffer. In den Folgejahren kehrte er immer wieder zurück, unterstützte verschiedene Projekte und half auch bei der Modernisierung eines Kindergartens im Frauengefängnis. Ein Ort, an dem Kinder mit ihren inhaftierten Müttern leben und besonders auf Unterstützung angewiesen sind. 2012 bat ihn schließlich ein kenianischer Freund, der Koch aus dem Waisenhaus, in dessen Heimatdorf eine Schule aufzubauen. Gemeinsam mit Unterstützern entstand zunächst ein umgebauter Kirchenraum als Klassenzimmer, später drei weitere Räume. Heute besuchen rund 60 Kinder die Schule New Dreamland Vishakani. Vier Lehrerinnen werden finanziert, Essen, Material und Möbel bereitgestellt. In den letzten Jahren konnten Klassenzimmer gestrichen, neue Tafeln aufgestellt, eine Küche gebaut sowie stabile Holzstühle und -bänke angeschafft werden. Auch getrennte Toiletten für Mädchen und Jungen wurden errichtet, ein Meilenstein für die hygienischen Bedingungen.
Darüber hinaus wird in kleinen, aber wichtigen Schritten an der Zukunft der Kinder gearbeitet: Vier Kinder erhalten derzeit privaten Deutschunterricht, eine große Chance für spätere Ausbildungs- oder Austauschmöglichkeiten. Die Kosten dafür liegen bei 180 Euro im Monat und stellen für das Projekt eine enorme Belastung dar. „Wir stoßen hier an unsere Grenzen“, sagt Pfeiffer, „aber wir wollen den Kindern die besten Perspektiven ermöglichen.“ Auch bei Kleidung oder Schulgeld greifen die Unterstützer immer wieder ein, wenn Familien es nicht schaffen. Langfristig soll die Schule auf breitere Füße gestellt werden, mit zwei Mahlzeiten am Tag und einer noch besseren Ausstattung.
Doch das Engagement ging darüber hinaus. 2016 entstand in Zusammenarbeit mit den Massai die Idee, Straußenfarmen zu gründen, um neue Einkommensquellen zu schaffen. Daraus entwickelten sich Hühnerfarmen sowie eine bis heute erfolgreiche Schmuckproduktion aus Straußeneiern. Ergänzend wurden Mikrokredite ohne Rückzahlung vergeben, damit Menschen vor Ort ihre eigenen kleinen Existenzen aufbauen konnten. Besonders bewegend sind Einzelfälle wie der kleine Jackson, der an einem lebensbedrohlichen Darmverschluss litt. Nur durch die Übernahme der Krankenhauskosten konnte ihm das Leben gerettet werden. Auch die Familie seines Freundes Bryson wurde unterstützt: vom Bau eines stabilen Hauses bis hin zur medizinischen Versorgung und einem neuen Business als Boda Boda Fahrer, wie die Fahrer eines Motorradoder Fahrradtaxis in Ostafrika genannt werden. Hinzu kommt die unregelmäßige Versorgung von Straßenkindern in Mombasa mit warmen Mahlzeiten, eine Hilfe, die direkt und unmittelbar ankommt.
Ein wichtiger Rückhalt ist für Pfeiffer seine Frau Tanja, die ihn seit 2023 regelmäßig nach Kenia begleitet. Gemeinsam mit weiteren Unterstützern wie Markus, Ansila, Kai, Carsten oder Jaqueline helfen sie nicht nur an der Schule, sondern auch in vielen Projekten und Familien direkt. „Ich mache das nicht allein – ohne diese Weggefährten wäre vieles nicht möglich“, betont Pfeiffer. Entscheidend war auch die Unterstützung aus seinem beruflichen Umfeld. Über den BVSV Bundesverband der Sachverständigen für das Versicherungswesen e.V. und dessen ersten Vorsitzenden Andreas Schwarz entstand der Kontakt zu Dieter Kindermann, dem Präsidenten des Kinderhilfswerks ICH e.V. 2025 wurde Pfeiffer dort offiziell zum Botschafter des Kinderhilfswerk ICH e.V. ernannt. Damit kann er nun Spenden entgegennehmen und Quittungen ausstellen. Ein wichtiger Schritt, um das Engagement langfristig abzusichern. Auch kleinere Initiativen gehören dazu: Mitgebrachte Fußballschuhe und Kindersachen werden verteilt, ein Fußballverein mit über 100 Kindern wird regelmäßig unterstützt. „Die Hilfe kommt direkt an – ohne große Organisation im Hintergrund“, sagt Pfeiffer.
Die nächste Reise ist für Januar 2026 geplant. Für Maik Pfeiffer bleibt das Ziel klar: „Als Versicherungsmakler ist es mein Beruf, Sicherheit zu geben. In Kenia ist es genauso – nur dass es um konkrete Hilfe geht. Schon kleine Beiträge können hier Großes bewirken.“ (fw)
Kurzvorstellung
Schon früh übernahm Maik Pfeiffer Verantwortung, zunächst als Leistungssportler und Jugendklub-Leiter, später als unabhängiger Versicherungsmakler. Sicherheit und Perspektivenfür andere Menschen zu schaffen, ist sein täglicher Anspruch, sowohl imBeruf als auch privat. Maik Pfeiffer ist seit 23 Jahren als Versicherungsmakler Spezialistfür Privat- und Gewerbeversicherungen sowie Geschäftsführer eines BVSV-Gewerbezentrumsin Oberkrämer. Die Gemeinde mit 12.000 Einwohnern im Landkreis Oberhavelliegt in Brandenburg, etwa zehn Kilometer entfernt von der Berliner Stadtgrenze.
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