Was ist der beste Weg?

07.02.2013

Im Rahmen des traditionellen Wirtschaftstages der CDU erörtern Vertreter aus Wirtschaft und Politik aktuelle wirtschaftspolitische Herausforderungen. Dieses Jahr lautete das Thema „Deutschland und Europa neu denken: Wege aus der Staatsverschuldung“. Ebenfalls Gast auf dem Event war Dr. Wolfgang Fischer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stuttgarter.

(fw/ck) Im Rahmen der Podiumsdiskussion zum Thema "USA contra Europa: Welcher Weg führt aus der Schuldenkrise?" wurde erörtert, ob eher das US-amerikanische "Gelddrucken" oder der deutsche Weg aus Schuldenabbau und Konjunkturbeflügelung, die Lösung sein kann. Hierzu das Statement von Wolfgang Fischer: "Der Abbau der Schulden würde über den allmählichen Vermögensverzehr erfolgen, der jeden Sparer hart trifft. Die aus der Konsolidierung resultierenden niedrigen Zinsen könnten wir hingegen noch eine ganze Weile gut überstehen, indem wir auf der Kapitalanlageseite entsprechend diversifizieren. Sicherlich sind frühere Renditen von sieben oder acht Prozent aktuell nicht mehr zu realisieren, aber unsere aktuelle Gesamtverzinsung von über vier Prozent bietet den Menschen auch weiterhin eine sehr gute Absicherung für das Alter". Zur derzeitigen öffentlichen Debatte um Eurobonds nannte Dr. Fischer diese unter bestimmten Voraussetzungen für einen möglichen Weg. Es müssten allerdings vorher entsprechende politische Rahmenbedingungen geschaffen werden. Fischer: "Der Weg gemeinsamer europäischer Anleihen schreckt mich nicht, wenn damit einheitliche europäische Haushaltsregeln, politische Stabilität und Verantwortung verbunden wird. Eurobonds sind dann eine akzeptable Option, wenn die Politik dafür Sorge trägt, dass die Staaten nicht nur die Haftung umverteilen, sondern gleichzeitig Souveränität abgeben, um gemeinsame Kontrollmechanismen zu implementieren." Dann würden institutionelle Investoren wie Versicherer und damit auch deren Kunden von einem sicheren, größeren und liquideren Anleihemarkt profitieren.

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