Wohnungseinbrüche: Schäden steigen auf 380 Millionen Euro

21.04.2026

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Die versicherten Schäden durch Wohnungseinbrüche sind 2025 auf 380 Millionen Euro gestiegen – rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. „Die Versicherer zählten etwa 100.000 Fälle, rund 5.000 mehr als im Jahr zuvor. Der durchschnittliche Schaden pro Einbruch stieg um 200 Euro auf 3.850 Euro und erreicht damit den höchsten Wert seit Beginn der Messung“, sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Einbrecher machen sich meist nicht viel Mühe, sondern suchen gezielt nach leicht zugänglichen und unzureichend gesicherten Wohnungen. Oft kommen dabei einfache Hilfsmittel wie Schraubenzieher zum Einsatz. Ein wirksamer Einbruchschutz kann hohe Schäden verhindern. Einbrecher nutzen gezielt Schwachstellen an Fenstern, vor allem an gekippten, sowie an Türen. Genau dort setzt wirksame Prävention an.

Bei Einbrüchen werden vor allem Gegenstände gestohlen, die sich leicht transportieren und weiterverkaufen lassen. Dazu gehören insbesondere Schmuck, Bargeld sowie kleinere elektronische Geräte wie Smartphones, Kameras oder Computerzubehör. Auch Unterhaltungselektronik wie Fernseher oder Spielkonsolen zählt zur typischen Beute.

Ein Einbruch verursacht nicht nur finanzielle Verluste. Viele Betroffene empfinden vor allem den Eingriff in die eigene Privatsphäre als belastend. Wohnungen werden häufig durchsucht, Schränke geöffnet und Räume in Unordnung hinterlassen. Das Gefühl von Sicherheit im eigenen Zuhause geht dabei oft verloren. Nach solchen Ereignissen wird das Wohnumfeld häufig kritischer beurteilt, und bestehende Sicherheitslücken treten deutlicher zutage. In der Folge überprüfen viele Haushalte ihre Sicherungsmaßnahmen und investieren in zusätzlichen Einbruchschutz.

Einbrecher suchen den schnellen Weg und scheitern oft: Knapp die Hälfte aller Einbruchsversuche bleibt laut Polizeilicher Kriminalstatistik im Versuchsstadium stecken, häufig weil die Sicherungstechnik standhält. Wer die richtigen Stellen sichert, schreckt die meisten Täter bereits ab. Elektronische Systeme können das sinnvoll ergänzen, ersetzen den mechanischen Grundschutz aber nicht. (fw)