Deutsche Frauen zurückhaltend bei Investments, Finninnen auf Platz 1

09.03.2023

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In den meisten Ländern der Welt verfügen Frauen über weniger Finanzbildung als Männer (DIW Berlin, 2016). Allerdings haben in den letzten Jahren Themen rund um persönliche Finanzen, Altersvorsorge und Vermögensaufbau an medialer Präsenz gewonnen und immer mehr Frauen setzen sich damit auseinander.

Das zeigen auch die Ergebnisse der vorliegenden Studie: Der Anteil an Frauen in Deutschland, die Interesse an den eigenen Finanzen zeigen, liegt bei 67%. Der Anteil der Männer ist mit 72% nur geringfügig größer. Betrachtet man jedoch den internationalen Vergleich, liegen Frauen aus Deutschland damit nur auf Platz 6. Das größte Interesse weisen Finninnen mit 78% auf, gefolgt von Portugiesinnen (76%) und Polinnen (74%).

Deutsche Frauen gehen beim Sparen und Investieren auf Nummer sicher

Insgesamt 67% der Frauen und 66% der Männer in Deutschland geben an, dass sie ihr Erspartes sicher auf einem Sparkonto verwahren. Den höchsten Anteil an sparenden Frauen haben mit 86% Großbritannien und die Niederlande. Mit 46% spart der Großteil der deutschen Frauen für „unvorhergesehene Ausgaben”. Ebenfalls 46% sparen ihr Geld für den Urlaub. Obwohl Frauen aufgrund des Gender Pay Gaps eher mit einer geringen Rente rechnen müssen, sparen nur 31% für ihre Altersvorsorge, was den Platz 3 der Sparziele von Frauen ausmacht. Bei den Männern geben 37% an, für ihre Altersvorsorge zu sparen, womit die Altersvorsorge bei ihnen an erster Stelle steht. Darüber hinaus investieren 30% der Frauen ihr Erspartes. Im Gegensatz dazu investieren 49 % der Männer ihr Geld.

17% der Männer und 22% der Frauen geben an, weder Geld zu sparen noch zu investieren.

Ihre 3 bevorzugten Anlageformen

  1.  Investmentfonds oder ETF’s (64%)
  2. Aktien (45%)
  3. Rohstoffe (23%)

Seine 3 bevorzugten Anlageformen

  1. Investmentfonds oder ETF’s (67 %)
  2. Aktien (52 %)
  3. Währungen (27 %)

Finninnen haben im internationalen Vergleich die höchste Finanzaffinität

Mit Blick auf die europäischen Nachbarländer sticht insbesondere Finnland heraus: 78% der Finninnen gibt an, sich für die persönlichen Finanzen zu interessieren und liegt damit im Ländervergleich auf Platz 1. Damit liegen die Finninnen sogar deutlich vor den finnischen Männern (70%). Mit 45% hat Finnland darüber hinaus den größten Anteil an Frauen, die ihr Geld investieren. Als weiteres skandinavisches Land folgt Schweden mit 43%. Mit 6% Unterschied zwischen Frauen und Männern hat Finnland den geringsten Gender Gap unter den Befragten, die ihr Erspartes investieren. Im Vergleich dazu gehört Deutschland mit 19% zu den Ländern, die den größten Gender Gap bei Investitionen aufweisen.

Karoline Bliemegger, Finanzexpertin bei Klarna: „Der diesjährige internationale Frauen-tag steht unter dem Motto ‘Embrace Equity’. Finanziell eigenständig zu sein, macht Frauen stark und unabhängig. Es mangelt hier jedoch noch deutlich an Akzeptanz und der Förderung von Gleichberechtigung. Frauen verdienen weniger, erhalten weniger Rente und verfügen über weniger Vermögen. Umso wichtiger ist es, dass Frauen sich mit den eigenen Finanzen auseinandersetzen und mehr Selbstbewusstsein im Umgang mit Geld entwickeln. Mit der Klarna App ermöglichen wir es Nutzer*innen ihre Finanzen transparent im Blick zu behalten und ihre Einkaufsgewohnheiten sowie ihr Sparverhalten besser zu verstehen und zu verbessern.” (ml)