Digital kann viel – Vertrauen kann alles
24.04.2026

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Ich bin Werner Frech, Finanzmakler und Allfinanzberater in Freising. Ich begleite Geschäftsführer, Prokuristen und kaufmännische Entscheider in klein- und mittelständischen Unternehmen, die Finanzen nicht „irgendwie“ laufen lassen wollen, sondern Klarheit, Sicherheit und belastbare Entscheidungen brauchen. Und ja: Ich mache das inzwischen so lange, da ich 1976 nebenberuflich angefangen habe – damals war „online“ eher ein Gefühl von „irgend wann mal“, nicht ein Kalenderlink.
Heute kommen viele Kontakte über mein Netzwerk, oft über LinkedIn. Interessenten buchen über meinen Online-Terminkalender, und wir sprechen per Videokonferenz. Manche halten das für distanziert. Ich erlebe häufig das Gegenteil: Zuhause sind Menschen ehrlicher. Der Anzug bleibt im Schrank, die Themen werden echter – und plötzlich geht es nicht nur um Zahlen, sondern um Sorgen, Druck, Verantwortung und um die Frage: „Was ist für mein Unternehmen jetzt wirklich richtig?“ In der Praxis drehen sich diese Gespräche erstaunlich oft um dieselben fünf Baustellen: Steuerpotenziale erkennen und nutzen (statt Jahr für Jahr unnötig Abgaben zu verschenken), Renditechancen sinnvoll nutzen (ohne Risiken zu übersehen), Versicherungslücken schließen (bevor ein Schaden teuer wird), Immobilien und Finanzierung so planen, dass Liquidität, Laufzeit und Risiko zur Unternehmensrealität passen, und schließlich: Einnahmenpotenziale sowie finanzielle Spiel räume systematisch verbessern – nicht per Zufall.
Damit aus „Ich sollte mich mal kümmern“ ein Plan wird, läuft die Zusammenarbeit bei mir klar strukturiert:
• Ziele klären,
• Zahlen und Verträge prüfen,
• Optionen priorisieren,
• Umsetzung begleiten.
Ich erkläre Schritt für Schritt und ohne Fachchinesisch, damit Sie Entscheidungen treffen, die auch morgen noch gut aussehen. Ein bisschen wie beim Navi: Ich kann Ihnen nicht abnehmen zu fahren – aber ich sorge dafür, dass Sie nicht im Nebel wenden müssen.
Warum mir diese Klarheit so wichtig ist, hat ein Erlebnis geprägt, das ich nie vergesse. Ein Paar stand kurz vor der Hochzeit. Thema unter anderem: eine Risikolebensversicherung – kein exotisches Produkt, sondern ein Sicherheitsgurt fürs Leben. Ich beriet ausführlich, alles war verstanden. Dann kam der Satz: „Machen wir nach der Hochzeitsreise.“ Wie hätten Sie reagiert? Ich wollte nicht drängen, nicht stören, nicht der Spielverderber sein. Kurz darauf verunglückte der Mann auf der Hochzeitsreise tödlich. Die Partnerin stand vor mir – und vor einem Abgrund. Und sie machte mir Vorwürfe: Warum ich nicht auf dem Abschluss bestanden hätte. Das war kein Moment für Rechtfertigungen. Das war ein Moment für Demut. Ich habe daraus gelernt: Gute Beratung ist nicht „nett gemeint“. Gute Beratung ist nachdrücklich, wenn es wichtig ist. Verantwortungsbewusstsein heißt nicht, dass ich laut werde. Es heißt, dass ich Klarheit schaffe – auch wenn es unbequem ist. Seitdem frage ich mich in kritischen Situationen: Bin ich gerade höflich – oder hilfreich?
Diese Haltung passt auch zu dem, was ich 2026 im Markt erlebe: Die Menschen sind informierter – und gleichzeitig verunsicherter. Sie lesen Schlagzeilen, vergleichen Apps, sehen Finanz-Influencer, die in 30 Sekunden Reichtum versprechen, und fragen sich: Wem kann ich überhaupt glauben? Viele suchen nicht den „besten Tarif“, sondern jemanden, der Verantwortung übernimmt, verständlich er klärt und auch sagt: „Stopp, so nicht.“ Meine Leitplanken sind Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Ehrlichkeit. Zuverlässigkeit heißt: Zusagen halten, Rückmeldungen geben, da sein, wenn es brennt. Verantwortungsbewusstsein heißt: Szenarien zu Ende denken und Folgen sichtbar machen, bevor sie teuer werden. Ehrlichkeit heißt: Auch mal „Nein“ sagen – selbst wenn es schneller ginge. Manchmal sogar genau dann.
Was mich unterscheidet?
Die Kombination aus fünf Jahrzehnten Praxis und einem klaren Anspruch an Qualität – ohne Show, ohne Nebelkerzen. Ich habe über viele Jahre Verantwortung in Führung und Ausbildung getragen und lege Wert darauf, dass Sie nicht mit offenen Fragen aus dem Gespräch gehen. Zusätzlich bin ich seit 2003 Prüfer bei der IHK für München und Oberbayern für den Fachwirt für Versicherungen und Finanzen – für mich der „Meistertitel“ der qualifizierten Finanzberatung. Fachwissen kann man lernen. Haltung muss man leben.
Digitalisierung hilft mir enorm: Daten strukturiert erfassen, Unterlagen sicher austauschen, Zwischenstände teilen, häufiger kleine Schritte gehen statt einmal im Jahr den großen Rundumschlag. Aber Technik löst ein Problem nicht: Die entscheidende Frage lautet selten: „Was ist möglich?“, sondern „Was ist richtig?“ Und diese Frage beantwortet niemand mit einem Klick. Sie entsteht im Gespräch, in der Art, wie ich nachfrage, zuhöre, Pausen aushalte – und Dinge so erkläre, dass sie nicht nur verstanden, sondern auch umgesetzt werden. Manchmal braucht es dafür Humor. Wenn jemand sagt: „Ich will Sicherheit, Rendite und jeder zeit Zugriff – bitte ohne Schwankung“, antworte ich: „Klar. Und ich hätte gern ein Cabrio, das zugleich ein Kleinbus ist und in die Waschmaschine passt.“ Danach wird es ernst – und plötzlich sind wir im echten Gespräch. Denn hinter solchen Wünschen steckt selten Geiz. Meist ist es Unsicher heit. Und Unsicherheit braucht keine Show, sondern Struktur. Das Ergebnis soll am Ende nicht nur Information sein, sondern Handlungsfähigkeit: mehr Entscheidungssicher heit, mehr Planbarkeit, weniger unnötige Risiken – und das gute Gefühl, die Finanzen im Griff zu haben.
Und an die jungen Beraterinnen und Berater da draußen: Unterschätzen Sie nie die Wirkung eines klaren, verantwor tungsvollen Satzes zur richtigen Zeit.
Dieser Beruf hat Zukunft für jede(n), der/die gewissenhaft und fleißig arbeitet.
Ein Beitrag von Werner Frech, Geschäftsführender Gesellschafter, GWF Gesellschaft für Wirtschafts- und Finanzberatung mbH

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