ING IM: Solide Erträge 2011 bei den meisten Assetklassen

07.02.2013

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Ein weiteres dynamisches Jahr für die Finanzmärkte steht vor der Tür. Diese Meinung vertritt Valentijn van Nieuwenhuijzen, Head of Strategy, Strategy & Tactical Asset Allocation Group, ING Investment Management in der aktuellen Kolumne. Auszug aus dem Original.

(fw/ah) "Risikoscheue Investoren könnten sich davon abschrecken lassen. Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, dass lebhaftere Märkte auch mehr Chancen bieten. Aber auf dem holprigen Weg zu einem konstruktiven Ergebnis müssen die Risiken überwunden werden, mit denen das Basisszenario gespickt ist. Dabei stechen zwei potenzielle Risiken besonders hervor, die den Ausblick entweder grundlegend ändern oder zu kurzzeitigem massivem Anstieg der Volatilität führen. Da ist zunächst das Risiko einer anhaltenden Schuldenkrise in Europa, solange die politisch Verantwortlichen keine glaubwürdige, auf lange Sicht angelegte Lösung der Solvenzprobleme von Ländern an der EWU-Peripherie finden. Hinzu kommt das Risiko einer "Überhitzung" der Schwellenländer-Volkswirtschaften. Die Fiskal-, Geld- und Devisenpolitik ist in dieser Region aber wohl generell zu locker. Zwar sind diese Risiken signifikant und sollten genau beobachtet werden, aber sie ändern nichts an der Tatsache, dass sich die Makrotrends in letzter Zeit überwiegend entspannt haben.

Im Hinblick auf die Staatsanleihemärkte hängt vieles davon ab, inwiefern sich diese Entwicklung auf die Politik der Zentralbanken auswirken wird. Angesichts der Stärke der deutschen Konjunktur und des jüngsten Anstiegs der (Basis-)Inflationsrate werden 2011 in dem G4-Staaten mit größter Wahrscheinlichkeit die Zinszügel angezogen. Damit ist allerdings nicht vor dem vierten Quartal zu rechnen. Wir erwarten daher, dass die Leitzinsen fast das ganze Jahr über in allen G4-Staaten stabil und ungewöhnlich niedrig bleiben."

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