VKS Sachwert Kongress 2026

05.05.2026

Das Panel zur Diskussion „Quo vadis AIF – ist die Zukunft der ELTIF?“ (v. li.): Jörg Busboom (Ökorenta), Sven Mückenheim (Dr. Peters), Georg Fehrentz (Finum Partner Finance) und Christian Drake (Paribus). Foto: © VKS/Stephan Rech

Der VKS Sachwert Kongress 2026 bot erneut eine professionelle Plattform, auf der Sachwertexperten mit Vertriebsexperten über die Herausforderungen und Chancen der Branche diskutierten. Hochwertige Vorträge und Panels zu Sachwertinvestments brachten die Fachbesucher auf den neuesten Stand.

Mit 235 Vertriebsexperten aus Emissionshäusern, Finanzvertrieben, Maklerpools sowie spezialisierten Vermittlern von Publikums-AIF und anderen Sachwertanlagen erzielte der VKS Sachwert Kongress 2026 einen neuen Teilnahmerekord. Das Kongresskonzept „Vermittler treffen Anbieter“ traf somit auf eine weiter steigende Nachfrage.

VKS Sachwert Kongress 2026. Foto: © VKS/Stephan Rech

„Der Austausch und die Impulse aus dem Vertrieb sind uns wichtig. Gerade weil die Änderung von etablierten Prozessen bei Anbietern etwas Zeit benötigt. Wir alle haben die Bereitschaft zu lernen und die Kooperation weiter zu verbessern“, sagte Klaus Wolfermann, Vorsitzender des Verbands für Kapitalverwaltungsgesellschaften und Sachwertanbieter (VKS), während der Veranstaltung. Der Verband organisierte bereits zum fünften Mal den jährlichen Branchentreffpunkt, der am 28. und 29. April in Frankfurt am Main stattfand.

In seinem Keynote Vortrag beleuchtete Professor Dr. Bernd Raffelhüschen, renommierter Experte für Sozialpolitik, kritisch die finanzielle und demografische Lage Deutschlands und die daraus resultierenden Herausforderungen für die Sozialsysteme und ging dabei auf viele Variablen ein. Seine zentrale These: Die deutschen Sozialsysteme sind auf Dauer nicht finanzierbar und die Babyboomer-Generation ist sowohl das Problem als auch dessen Verursacher.

Raffelhüschen unterstrich die Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz, dass die Rentenversicherung nur eine Basisversorgung und keine Lebensstandardsicherung mehr sein kann. „Die Rente mit 70 ist die Gleichbehandlung zwischen Generationen und müsste bis zum Jahr 2030 eingeführt werden“, so Raffelhüschen. Denn ohne die Anhebung des Rentenalters müsste der Beitragssatz auf 25 bis 28 Prozent steigen oder das Rentenniveau massiv sinken. Verursachergerechtigkeit könne aber nur unter Beibehaltung der Beiträge und Senkung der Leistungen gewahrt werden.

Eine besondere Stärke des VKS Sachwert Kongress 2026 war die Kommunikation zwischen Anbieter und Vertrieb. Im Format „Sachwertexperten im Austausch“ beantwortete ein halbes Dutzend VKS-Mitgliedsunternehmen Fragen des Fachpublikums. Und im neuen Format für Frühaufsteher stand Rechtsanwalt Alexander Pfisterer-Junkert Rede und Antwort zu rechtlichen Themen, zum Beispiel zur Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung oder zu aktuell umstrittenen Angeboten auf dem Markt.