"Ich bin ein Befürworter der Energiewende"
02.05.2026

Frank Huttel (re.) im Gespräch mit finanzwelt-Chefredakteur Alexander Heftrich - Foto: Copyright fw-Verlag
Tschernobyl, Energiewende, neue Gaskraftwerke und einen Ratschlag für Anleger. Kurz nachgehakt bei Frank Huttel, Geschäftsführer | Portfoliomanagement, FiNet Asset Management GmbH.
finanzwelt: Tschernobyl ist 40 Jahre her. Inwiefern hat Sie dieses Ereignis beeinflusst und geprägt?
Frank Huttel: Tschernobyl hat mich weniger geprägt als Fukushima. Als Teenager hatte man eine andere Wahrnehmung. Ich erinnere mich aber gut daran, dass meine schwangere Schwester damals sehr beunruhigt war. Im Nachhinein sehr nachvollziehbar.
finanzwelt: Mit heutigem Wissen: Wie blicken Sie auf die Diskussionen um Energiewende und Neubau von Gaskraftwerken?
Huttel: Ich bin, im Gegensatz zu vielen in der Branche, ein Befürworter der Energiewende. Es läuft bei weitem nicht alles perfekt, aber man hat in der Vergangenheit viele Fehler in der Politik gemacht. Ohne diese wären wir viel weiter. Nun müssen wir endlich ins Tun kommen und die Netze ausbauen und Großspeicher ins Netz integrieren. Oder etwa die Batterien in Autos als dezentrale Speicher nutzen. Es geht vieles – wenn man nur will. Den Neubau von Gaskraftwerken finde ich falsch. Es sollte der letzte begriffen haben, dass wir uns von fossilen Energien unabhängig machen müssen. Was soll noch passieren? Da könnte ich echt wütend werden ....
finanzwelt: Die Welt in Aufruhr. Trump, Iran etc. Welchen Rat würden Sie Anlegern mit auf den Weg geben?
Huttel: Da wir nicht wissen, wie es aktuell und in den nächsten Monaten weitergeht, kann ich Anlegern nur einen Rat geben – ruhig bleiben. Wenn das Risikoprofil passt, einfach sein Ziel konsequent verfolgen. U.U. einen Sparplan einrichten und ggfs. von Zeit zu Zeit ein Rebalancing durchführen. Mit einer gut diversifizierten Strategie sollte man relativ gut durch die aktuelle Krise kommen. (ah)

Exklusiv
Trends im Investmentfondsvertrieb









