KI wird zum Wettbewerbsfaktor im Maklermarkt
13.08.2026

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Neue Maklerstudie zeigt: Versicherungsmakler stehen KI-Anwendungen überwiegend positiv gegenüber. 72 Prozent sehen für ihre Tätigkeit eher große oder große Chancen. Gleichzeitig ist der Wettbewerb um die Führungsrolle bei maklerspezifischen KI-Lösungen noch offen: 42 Prozent der Befragten können aktuell keinen favorisierten KI-Anbieter benennen.
KI ist im Maklermarkt angekommen. Die Nutzung von KI im Makleralltag befindet sich aber im Markt auf sehr unterschiedlichen Reifegraden. Neben einer relevanten Gruppe von KI-Vorreitern gibt es viele Einsteiger und eine kleinere Gruppe, die sich distanziert oder überfordert zeigt. Unterstützung im KI-Thema wünschen sich aber fast alle befragten Makler. Die verschiedenen Maklertypen benötigen aber unterschiedliche Unterstützungsangebote im Themenfeld KI.
Dies zeigt die aktuelle Maklerstudie „Digitalisierung & KI im Maklervertrieb: Wie Versicherer im digitalen Makleralltag relevant bleiben“, die vom Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstitut HEUTE UND MORGEN in Zusammenarbeit mit dem Hamburger ITW Institut für Transformation und Weiterbildung in der Assekuranz durchgeführt wurde. Für die Studie wurden im April und Mai 2026 insgesamt 284 hauptberufliche Versicherungsmakler zum Stand von Digitalisierung und KI im Maklerbetrieb sowie zur wahrgenommenen Unterstützerrolle von Versicherern, Maklerpools und weiteren Anbietern befragt. Die Befragung wurde über das unabhängige Maklerpanel Maklerbefragung.de durchgeführt.
Der Maklermarkt steht beim Thema KI nicht mehr ganz am Anfang: Viele Makler haben bereits eigene Erfahrungen mit KI-Anwendungen gesammelt und bewerten die Technologie grundsätzlich als Chance für den eigenen Maklerbetrieb. Gleichzeitig zeigt die Studie: Der Markt ist noch weit davon entfernt, KI flächendeckend strategisch oder tief in bestehende Arbeitsprozesse integriert einzusetzen.
„Makler müssen nicht erst grundsätzlich vom Nutzen von KI überzeugt werden“, sagt Axel Stempel, Geschäftsführer bei HEUTE UND MORGEN. „Entscheidend ist vielmehr, KI so in bestehende Prozesse zu integrieren, dass sie im Alltag konkret entlastend wirkt.“
Für Versicherer und Maklerpools bedeutet das: Der Bedarf liegt weniger in allgemeinen KI-Versprechen, sondern in konkreten Anwendungen, die Beratung, Verwaltung, Schadenbearbeitung, Bestandsarbeit oder Kommunikation spürbar vereinfachen. Wer Maklern hier praxistaugliche Lösungen bietet und diese gut in bestehende Systeme einbindet, kann sich früh als relevanter Partner im digitalen Makleralltag positionieren. Die Studie zeigt zudem, welche Maklertypen welche Unterstützung erwarten – von grundlegender Orientierung bis zu konkreter Prozess- und Systemintegration.
Statt isolierter digitaler Einzelangebote wünschen sich Makler von Versicherern und Maklerpools vor allem Lösungen, die ihren Arbeitsalltag konkret erleichtern. Dabei haben die Maklerpools aktuell aus Sicht der Makler einen Vorsprung, wenn es um das Angebot von KI-Lösungen geht. Auf die Frage nach den führenden Anbietern bei KI-Angeboten / KI-Lösungen für Versicherungsmakler werden mit Fonds Finanz, DEMV/PWX oder blau direkt am häufigsten Pools genannt. Bei KI-Lösungen ist der Markt aber noch nicht abschließend besetzt. 42 Prozent der Makler können hier noch keinen konkreten Anbieter nennen. Für Versicherer, Maklerpools und Technologieanbieter entsteht damit ein spannendes Wettbewerbsfeld.
„Wenn es Pools und Verbünden gelingt, KI-Anwendungen intelligent in ihre Systemlandschaften zu integrieren und damit den Arbeitsalltag der Makler spürbar zu vereinfachen, wird sich ihr Einfluss im Maklermarkt weiter erhöhen“, sagt Prof. Dr. Florian Elert, Geschäftsführer des ITW Instituts für Transformation und Weiterbildung in der Assekuranz GmbH. „Versicherer sollten deshalb prüfen, wie sie sich in diesem dynamischen Themenfeld positionieren und mit konkreten KI-gestützten Mehrwerten ihre Relevanz im Makleralltag weiter ausbauen können.“ (mho)

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