Märkte sind keine Einbahnstraßen

13.05.2014

Leonardo Franko - Fotolia.com

**Die Experten von J.P. Morgan Asset Management sehen die globale Erholung weiterhin auf Kurs, auch wenn für Aktieninvestoren das erste Quartal eher holprig verlief. Kapitalmarktstratege *Tilmann Galler* unterstreicht, dass die Welt weiterhin noch ein gutes Stück von dem „Normalzustand" entfernt sei.**

(fw/ah) „Wir haben für 2014 mit höherer Volatilität gerechnet und genau das hat sich bisher an den Märkten gezeigt", unterstreicht Galler. Dabei habe sich jedoch kaum ein Marktsegment genau „nach Plan" entwickelt. So sei das Sentiment derzeit eher gemischt als euphorisch. Umso wichtiger sei es für Anleger, breit diversifiziert zu investieren.

Das europäische Wachstum fiel zum Ende 2013 dank der Exporte und Investitionen überraschend hoch aus und auch die Daten für das erste Quartal 2014 deuten darauf hin, dass die Erholung weiter fortschreitet. Bisher konnte die Konjunktur aber noch nicht genug Fahrt aufnehmen, um auch die Unternehmensgewinne zu unterstützen. So liegen die Umsatz- und Gewinnergebnisse nach wie vor unter historischen Höchstwerten. Doch „eine bessere Wachstumsdynamik in Europa dürfte für die Umsätze förderlich sein. Da zudem Spielraum für Margensteigerungen besteht, sollte das Gewinnwachstum 2014 ins Plus drehen", so der Experte. Er verweist darauf, dass europäische Aktien nach wie vor fair bewertet sind, es aber insbesondere auf Sektorebene Chancen für aktive Investoren gebe.

In den letzten Monaten zeigten sich die Schwellenländer sehr unbeständig: Schon die bloße Erwähnung der USNotenbank (Fed), ihre Anleihenkäufe zu drosseln (Tapering), löste im vergangenen Sommer eine neue Welle der Volatilität aus. Diese hat viele Schwellenländer erfasst, was dazu führte, dass die jeweiligen Währungen in massivem Umfang abgestoßen wurden. Doch auch wenn es noch zahlreiche Fragen und Probleme zu lösen gilt, ergeben sich aus der Verkaufswelle bei Anleihen und Aktien laut Tilmann Galler auch Chancen für Investoren, die mit vorübergehenden Phasen hoher Volatilität umgehen können. Denn die strukturelle Dynamik sei nach wie vor intakt: Die zunehmende Urbanisierung in den aufstrebenden Ländern führt zu höheren Einkommen und steigendem Konsum, was das stärkere Wachstum in den Ländern nachhaltig stützt. Dies schafft eine solide wirtschaftliche Basis für Aktien aus den aufstrebenden Märkten.

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