Nachgefragt bei Christine Schönteich, INFITECH Gruppe
31.03.2026

Christine Schönteich, Co-CEO der INFITECH Gruppe und Geschäftsführerin der Fonds Finanz. Foto: © INFITECH Gruppe
Wie vor einigen Tagen bekannt wurde, übernimmt die INFITECH GmbH die in Kerpen ansässige verticus Finanzmanagement AG. Die Vertragsunterzeichnung erfolgte am 26.03.2026, der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe.
Finanzwelt hat im Interview mit Christine Schönteich, Co-CEO der INFITECH Gruppe und Geschäftsführerin der Fonds Finanz, weitere Details der Transaktion nachgefragt.
Frau Schönteich, die Zusammenarbeit zwischen INFITECH und verticus besteht bereits seit Jahren. Was hat letztlich den Ausschlag für die vollständige Übernahme gegeben?
Christine Schönteich: Die Übernahme von verticus durch die INFITECH stellt die Weiterentwicklung einer über Jahre gewachsenen Partnerschaft dar. verticus nutzt bereits seit Langem die Technologie aus dem INFITECH-Umfeld und wir kennen Oliver Schmidt und sein Team persönlich seit vielen Jahren sehr gut. Bei der Erweiterung unserer Unternehmensgruppe verfolgen wir einen langfristig ausgerichteten strategischen Ansatz. Entscheidungen für Beteiligungen oder Akquisitionen entstehen aus einer sorgfältigen Analyse von Marktpotenzialen, nachhaltigen Entwicklungsmöglichkeiten und der individuellen Stärke des jeweiligen Unternehmens. Im vorliegenden Fall steht daher nicht die Integration von verticus in bestehende Strukturen der Gruppe im Vordergrund, sondern vielmehr die Überzeugung, dass wir ein bereits erfolgreiches Unternehmen in seiner weiteren Entwicklung gezielt unterstützen und stärken können. Damit ist diese Erweiterung der Gruppe sowohl strategisch sinnvoll als auch langfristig wertschaffend.
Was waren die zentralen strategischen Beweggründe für die Übernahme der verticus AG?
Schönteich: Unsere Vision ist es, Technologie, Daten und fachliche Kompetenz so zu vereinen, dass für Makler und Produktgeber ein noch leistungsfähigeres und zukunftssicheres Ökosystem entsteht. verticus ergänzt uns in diesem Zusammenhang auf ideale Weise: Einerseits durch seine hohe Spezialisierung im Bereich Krankenversicherung, vor allem aber durch die technologische Anschlussfähigkeit an die INFITECH-Welt.
Welche Rolle spielt die Transaktion in der langfristigen Wachstumsstrategie der INFITECH Gruppe?
Schönteich: Die Transaktion ist ein wichtiger Baustein unserer langfristigen Weiterentwicklung. Mit verticus kommt ein etabliertes und sehr erfolgreiches Unternehmen zur Gruppe, das hervorragend zu unserem Anspruch passt, starke Geschäftsmodelle mit leistungsfähiger Technologie zusammenzubringen. verticus ist und bleibt eine eigene Marke und ein eigenständig geführtes Unternehmen, aber es profitiert von der ausgeprägten Professionalität der INFITECH Gruppe. Mit unseren exzellenten organisatorischen Strukturen, den zentralen Serviceeinheiten und der ganzheitlichen Expertise bietet INFITECH optimale Voraussetzungen für ein gemeinsam stärkeres Wachstum, als wir es jeweils allein hätten erreichen können.
Wie fügt sich verticus konkret in die bestehende Struktur der INFITECH Gruppe ein?
Schönteich: verticus wird Teil der INFITECH Gruppe und bleibt zugleich ein eigenständiges Unternehmen mit seinem bewährten Managementteam rund um Oliver Schmidt. Genau diese Verbindung aus Kontinuität auf der einen und technischer Weiterentwicklung auf der anderen Seite macht die Transaktion für uns und verticus so überzeugend.
Was bedeutet die Übernahme für die angebundenen Makler von verticus?
Schönteich: Für die Makler von verticus bedeutet der Zusammenschluss in erster Linie eine optimale Verbindung aus Kontinuität und neuen Perspektiven. Im Mittelpunkt steht dabei die Verlässlichkeit: verticus bleibt verticus. Die bewährte Zusammenarbeit, etablierte Prozesse und vertraute Ansprechpartner bleiben bestehen – und zugleich eröffnen sich durch die Zugehörigkeit zur INFITECH Gruppe zusätzliche Chancen im Bereich technologiegestützter Weiterentwicklung. Den Maklern von verticus wird exklusiver Zugang zu unserem Maklerverwaltungsprogramm Professional Works und den darin integrierten KI-Agenten PWX ermöglicht. Darüber hinaus erhalten sie die Option, ihr Geschäftsmodell perspektivisch auch auf die Bereiche Leben und Sach oder auch Non Insurance auszuweiten. So können sie ihre Kunden künftig ganzheitlich betreuen und die Kundenbindung nachhaltig stärken.
Ist in naher Zukunft mit weiteren Übernahmen oder Beteiligungen durch INFITECH zu rechnen?
Schönteich: Zu möglichen weiteren Transaktionen äußern wir uns derzeit nicht. Unser Fokus liegt klar auf dieser Transaktion und auf einem geordneten Vollzug im Rahmen des laufenden Freigabeverfahrens. (mho)

MORGEN & MORGEN startet KI-gestützten Fachassistenten









